Künstler/in
Titel
Jahr
Länge
Beschreibung
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AUINGER, Sam

(Österreichisch)

Sam Auinger, geboren 1956, lebt und arbeitet als Komponist in Berlin und Linz. Er beschäftigt sich mit Komposition, Installation, Computermusik, Sounddesign und Psychoakustik. Langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Bruce Odland (O+A), dem Bassisten und Komponisten Hannes Strobl (tamtam) und dem Architekten Dietmar Offenhuber (Stadtmusik).

Sam Auinger erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, unter anderem den Kulturpreis der Stadt Linz, 2002, und den SKE Publicity Preis, 2007. 1997 war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, 2008/2009 war er Stipendiat an der Cité International des Arts in Paris and 2010 wurde er "Stadtklangkünstler Bonn 2010". 2012 erhielt er zusammen mit Bruce Odland (O+A) eine honorable mention beim Prix Ars Electronica 2012.

Neben seiner künstlerischen Tätiggkeit ist er seit 2009 Gastprofessor für ‚experimentelle Klanggestaltung’ im Masterstudiengang ‚Soundstudies’ an der UdK Berlin.

 

 


STROBL, Hannes

(Österreichisch)

Hannes Strobl, Bassist unf Komponist, geboren 1966, lebt in Berlin. Ausgangspunkt seiner Musik ist das klangbasierte Potential am elektrischen Bass. Schwerpunkt der Arbeit am Instrument sowie der kompositorischen Tätigkeit, liegt in den letzten Jahren vor allem bei musikalischen Ausdrucksformen vor dem Hintergrund der urbanen Lautsphäre. Sam Auinger und Hannes Strobl arbeiten unter dem Duo-Namen TAMTAMCLUB gemeinsam.


10439 Berlin
2004
00:53:02
Beschreibung

„Berlin ist keine Stadt zum Träumen, zu laut, zu grob, zu viel Energie!“, sagen die beiden Musiker Sam Auinger und Hannes Strobl. Einst aus Österreich gekommen, leben sie beide schon länger in Berlin, seit drei Jahren im Bezirk Prenzlauer Berg. Ein halbes Jahr lang haben die Musiker genauer in ihre Stadt hineingehört, Töne eingefangen, die üblicherweise unbeachtet an uns allen vorbeifliegen, und eine ganz besondere Feldforschung von Stadtrhythmen und Stadtklängen betrieben. Heraus kam ein ganz subjektiver Blick auf Berlin und außerdem die Erkenntnis, dass man die Grenze zwischen Ost und West besonders am Klang des Straßenbelags noch immer erkennen kann.

Tags
Grenze, Unhörbar-Hörbar, parallel, city
Deutschlandradio
1313712000
ISHIGAMI, Kazuya

(Japanisch)

Kazuya Ishigami, geboren 1972 in Osaka, ist Komponist, Klangkünstler und Toningenieur, lebt und arbeitet in Europa und Japan. Seit 1997 beschäftigt er sich intensiv mit „Noise Music“ und gehört der weltweiten musikalischen „Noise“-Bewegung an. Bekannt wurde er durch seine Performances für „Acte Kobe“, die 1999 in Marseille und 2000 in Bern vorgestellt wurden, sowie durch Arbeiten mit Johannes Sistermanns. Ishigamis Kompositionen changieren zwischen kontemplativer Spiritualität, persönlicher Emotionalität und politischem Sarkasmus. Gemeinsam ist diesen Stücken seine radikale Klangästhetik und sein Gespür für suggestive Hörbilder jenseits aller Kategorien. Kazuya Ishigami hat sein eigenes Label „NEUS-318“, dass verschiedene Künstler vertritt.


2nd 49
2006
00:49:48
Beschreibung

„2nd 49“ ist eine Sprach-Klangkomposition, in der sich Kazuya Ishigami mit einem sehr persönlichen Erlebnis auseinandersetzt – dem Tod seines Vaters. 14 Jahre sollten vergehen, ehe er die Stimme des Vaters auf Band unbelastet hören und zu einer Komposition montieren konnte. Das buddhistische „Tibetische Totenbuch“ lehrt, dass der Übergang zwischen Tod und Wiedergeburt 49 Tage dauert. Ishigami vollzieht diesen Zyklus von 7 x 7 Tagen noch einmal musikalisch nach: Strukturiert wird seine Komposition dabei durch die Zahl 49. 49 Tracks Musik aus Sounds und Stimmen – Gebete und Originalton auf Kassette - sind konsequent unterteilt in Zeiteinheiten von 0’49 sek., 4,9 sek. und 49 sek. 49,49 Minuten Performance in Gedanken an einen Menschen auf seinem Weg vom vergangenen Leben in das Neue.

Tags
Religion, Passage, mein Vater, Abschied
Deutschlandradio
1313712000
HOLDHUS, Lars TCF

(Norwegen)

Lars TCF Holdhus, 1986 in Norwegen geboren, lebt als Konzeptkünstler und Musiker in Berlin. Unter dem Künstlernamen TCF veröffentlicht er Klangkompositionen, die sich mit Codes und Verschlüsselung auseinandersetzen.


3d54c6a8f036adeb8bc7108f3d54c6a8f036adeb - Übersetzung und Erforschung vokaler Fähigkeiten
2015
00:49:14
Beschreibung

Wo fängt die menschliche Stimme an? Wo hört sie auf? Ab wann klingt eine Stimme künstlich? Diese Fragen verfolgt der Konzeptkünstler und Musikproduzent Lars Holdhus in einer vokalen Versuchsreihe. Verschiedene Konstellationen aus Solo- und Chorstimmen, Computern, Musikautomaten, Synthesetechniken und Vokalprothesen bilden ein diffuses Klangfeld zwischen menschlichem und maschinellem Stimmapparat.

Deutschlandradio
DUMAS, Chantal

(Kanadier)

Chantal Dumas, geboren 1959 in Quebec, Klangkünstlerin, Komponistin und Autorin von Radiostücken. Sie wurde u.a. mit dem ungarischen Klangkunstpreis EAR 1997 sowie mit dem französischen Prix Phonurgia Nova 1997 und 2001 ausgezeichnet. Prix Bohemia 2010 für "Les petits riens".


40° Nord – 73° West
2012
51'23
Beschreibung

Die Stadt New York war für John Cage Wohnort und Laboratorium zugleich. In der überschäumenden Kunstszene fand der Komponist reichlich Gleichgesinnte und Anregungen für seine radikalen Innovationen.
Die kanadische Klangkünstlerin Chantal Dumas folgt den Spuren John Cages im Big Apple. Dabei kombiniert sie die Geräuschkulissen seiner Wirkungsstätten mit den Klängen seiner bevorzugten Instrumente: Klavier, Schallplattenspieler, Stimme und Schlagzeug mischen sich wie zufällig in das Klangbild einer Stadt.

Deutschlandradio
BEHRENS, Marc

(Deutsch)

Marc Behrens wurde 1970 in Darmstadt geboren. Sein Werk umfasst vor allem konkrete elektronische Musik und Installationen sowie gelegentlich Photographie- und Videoarbeiten.

Auszeichnungen:

  • 2013 Atmosphären, ZKM | Institut für Musik und Akustik, Karlsruhe
  • 2010 Produktionspreis des Kulturradios WDR 3 (im Rahmen des Deutschen Klangkunstpreises 2010)
  • 2006 «Broadcasting Art I» (Museo de Arte Contemporáneo de Castilla y Léon, MUSAC & Radio Nacional de España – Radio 3) für “Architectural Commentary 5: Some Models for Resonant Behaviour”

A Narrow Angle
2008
00:18:16
Beschreibung

„A Narrow Angle“ ist eine „klangliche Auslotung Taiwans“. Die Komposition entstand in Reaktion auf zwei Arbeitsaufenthalte in Taipeh und Taichung.

"A Narrow Angle" erschien auch auf CD bei Entr'acte (http://www.entracte.co.uk).

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Grenze, train, Apparatus, busy
Deutschlandradio
1313712000
WILLIAMS, Christopher

(USA)

Christopher Williams, geboren 1981 in San Diego, studierte Musik an der University of California. Er lebt als Komponist, Bassist und Kurator in Berlin.


A Treastise Remix - Nach Cornelius Cardew
2015
00:46:24
Beschreibung

In der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde die klassische Notenschrift für einige Komponisten zu starr und sie begannen mit dem Notenbild zu experimentieren. Ein Pionier der graphischen Notation ist der britische Komponist Cornelius Cardew. Zwischen 1963 und 1967 schuf er die Komposition ›Treatise‹: Auf 193 Seiten finden sich geometrische und abstrakte Formen, modifizierte musikalische Symbole und Zahlen. Die Interpretation und Umsetzung der Zeichen obliegt einzig und allein dem Interpreten.
Der Komponist Christopher Williams hat zahlreiche Treatise-Versionen in einem Remix vereint und mit Texten von Cornelius Cardew kombiniert. So entstand ein musikalischer Essay über die Ambiguität der Notenschrift und über ein Stück Musikgeschichte.

Deutschlandradio
STRAEBEL, Volker

(Deutsch)

Volker Straebel, geboren 1969, ist Musikwissenschaftler und lebt in Berlin als freier Autor, Kurator und Komponist (er komponierte Realisationen indeterminierter Werke von John Cage sowie eigene Stücke). Er beschäftigt sich mit elektroakustischer Musik, der amerikanischen und europäischen Avantgarde, Performance, Intermedia und Klangkunst.
Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Elektronischen Studios der TU Berlin und unterrichtet im Studiengang Sound Studies der Universität der Künste (UdK).


Aachen, 1181
2006
00:51:40
Beschreibung

1958 setzte John Cage mit „Fontana Mix“ einen Meilenstein der neueren Musikgeschichte. Erstmals schrieb hier ein Komponist nicht direkt für Musiker, sondern zunächst für andere Komponisten. Cages grafische Vorgaben müssen erst musikalisch ausgearbeitet werden, ehe sie tatsächlich erklingen können.2006 erstellte Volker Straebel eine Realisation des „Fontana Mix“ für seine Neufassung von Cages „Europeras“ im Theater Aachen. Dabei verwendete er neben Cages eigener Tonbandrealisation vor allem Klänge, die er an seinem Arbeitsort vorfand: Geräusche der Stadt Aachen und des Umlandes, Aufnahmen von Proben im Theater, aus den Werkstätten, den Publikumsfoyers und so fort.Diese Klänge, 1181 an der Zahl, verarbeitete er anhand von Cages Partitur zu einer eigenen Tonbandkomposition.

Tags
urban, Transformation, Hommage, Heimat
Deutschlandradio
1311033600
NALEPPA, Götz

(Deutsch)

Götz Naleppa, 1943 geboren, Regisseur, Medienkünstler, Übersetzer und Autor, war bis Dezember 2008 Redakteur für Klangkunst bei Deutschlandradio Kultur. Weit über 100 Hörspielinszenierungen, Arbeiten für Theater und Oper. Eigene Klangkunstarbeit seit 1983. Zahlreiche Preise für Hörspielinszenierungen (Prix Europa, Prix Marulic,"Gold Award" des New York Festivals 2008, Prix Italia 2009 u.a.).


Abschiedssendung für Götz Naleppa
2008
00:26:16
Beschreibung

Götz Naleppa, Gründer und langjähriger Leiter des Klangkunst-Sendeplatzes von Deutschlandradio Kultur, ging 2008 in den Ruhestand. Zum Abschied kamen klingende Geschenke aus der ganzen Welt.

Mit Beiträgen von Andreas Bick, Hervé Birolini, Colin Black, Alessandro Bosetti, Frieder Butzmann, Christian Calon, Rilo Chmielorz, Francis Dhomont, Thomas Doktor, Chantal Dumas, Stephan Froleyks, Stefano Giannotti, Heiner Grenzland, Hanna Hartman, Ricardo Haye, José Iges, Arsenije Jovanovic, Kaye Mortley, Georg Klein / Steffi Weißmann, Felix Kubin, Wolfgang Peter Menzel, Cathy Miliken, Kaye Mortley, Norbert Walter Peters, Proton Sonic Arts Group, Lucia Ronchetti / Thomas Seelig, Sabine Schäfer / Joachim Krebs, Mario Verandi.

Tags
Abschied
Deutschlandradio
1313712000
KREBS, Joachim

(Deutsch)

Joachim Krebs, geb. 1952, gest. 2013, war Komponist, Klangkünstler und Medienkünstler. Er lebte und arbeitete in Karlsruhe (D). Seit den 1980-er Jahren produzierte er elektroakustische Klangkompositionen für multimediale, konzertante und installative Kunstwerke. U. a. mit dem Beethoven-Preis und dem Villa Massimo-Stipendium Rom ausgezeichnete Komponist und Raumklangkünstler. Entwicklung des Verfahrens zur KlangMikroskopie, der sog. „EndoMikroSonoSkopie“ Mitte der 1990er Jahre. Das Verfahren erlaubt quasi in den molekularen Innenbereich von Klang und Geräusch vorzudringen, um zuvor Unhörbares hörbar zu machen. Joachim Krebs bildete zusammen mit der Medienkünstlerin Sabine Schäfer das Künstlerduo <SA/JO>

Künstler Websites: www.joachimkrebs.de / www.sajo-art.de

Wikipedia: Joachim Krebs 


SCHÄFER, Sabine

(Deutsch)

Sabine Schäfer, geboren 1957, arbeitet als Komponistin in Karlsruhe, entwickelte computergesteuerte Klanginstallationen und multimediale Rauminszenierungen. Seit 1998 Produktionen des Künstlerduos. Eine ihrer wesentlichen Arbeitsgebiete ist die Raumklang-Mikroskopierung von natürlichen Klängen und Tierstimmen ("EndoSonoMikroskopie"); seit 2007 Entwicklung von sog. "AUDIO-BIOSPHÄREN". Seit 2004 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik DEGEM.


AerAquaAngelusVox
1998
00:53:05
Beschreibung

Die Klangkomposition „AerAquaAngelusVox“ ist eine imaginäre Hörreise. Angelegt als eine akustische Meditation soll sie u.a. den Zusammenhang zwischen Mensch, Natur und Kosmos erlebbar machen. Die vier Klangebenen Luft, Wasser, Engel und Stimme bilden ein symbiotisches Klanggefüge. Der Beginn ist mit dem „Leben schaffenden“ Element Luft gestaltet. Darauf folgt die „prima materia“ Wasser und die „Geister der Luft“, die Vögel. Die vierte Klangschicht VOX wird hauptsächlich durch das a capella gesungene Responsorium „De Angelis“ von Hildegard von Bingen gestaltet. Zusammen bilden die vier Klangebenen ein ganzheitlich und unmittelbar wirkendes Hörerlebnis.

Tags
das Unsichtbare, boat, Begegnung, aus der Luft, air
Deutschlandradio
1313712000
FRIEDL, Reinhold

(Deutschland)

Reinhold Friedl, geboren 1964, studierte Mathematik und Musik. Komponiert und tourt weltweit mit dem Ensemble Zeitkratzer.


Affentheurlich Naupengeheurliche Geschichtklitterung
2016
00:52:20
Beschreibung

Abenteuerliche  Sprachspiele, überbordende Assoziationsketten und wuchernde Wortkaskaden: Johann Fischarts ›Affentheurlich Naupengeheurliche Geschichtklitterung‹ von 1575 nimmt die literarische Moderne um Jahrhunderte vorweg. Der Straßburger Dichter verlässt sich auf den Klang der Worte und er setzt auf ein Netz absurder und pseudo-etymologischer Verkettungen. Aus dem neuhochdeutschen Sprachexzess hat der Musiker Reinhold Friedl ein Hörstück geschaffen, das klangliche und sprachliche Strukturen freilegt.

»So hört nun, Ihr meine Orenspitzige und offenmaulvergessene Zuhörer«. (Johann Fischart)

Komposition und Realisation: Reinhold Friedl nach einem Text von Johann Fischart

Sprecher: Bernhard Schütz, Maurice de Martin, Andreas Harder, Thomas Herbst, Elsa Kammerer, Max Knoth, Georg Mariot, Sabine Schall, Wolfgang Tschöke, Christian Wittman, Georg Zeitblom 

Musiker: p.o.p. psychology of perception:  Elena Kakaliagou (Horn), Nora Krahl (Violoncello), Hannes Strobl (E-Bass), Reinhold Friedl (Klavier), Cantantes a pueris Berlin – Leitung Vinzenz Weissenburger

Ton und Technik: Hermann Leppich und Philipp Adelmann         

Deutschlandradio
CORDIER, Eric

(Französisch)

Eric Cordier, in Frankreich geboren, Bildhauer und Komponist. Seine Werke wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem beim Wettbewerb für elektroakustische Musik in Bourges. Unter dem Namen NOL tritt er außerdem als Künstler im Bereich der elektronischen Musik auf.


GUIONNET, Jean Luc

(Französisch)

Jean Luc Guionnet, 1966 in Lyon geboren, ist Bildender Künstler, Musiker und Komponist.


LA CASA, Eric

(Französisch)

Eric La Casa, Jahrgang 1968, lebt und arbeitet in Paris. 1991 erste Arbeiten im Bereich der ‚musique concrète’. Sein Hauptinteresse gilt Klanglandschaften und Klangskulpturen. Er arbeitet regelmäßig für France Culture und wurde wiederholt ausgezeichnet, unter anderem erhielt er 2002 den ersten Preis beim Wettbewerb für elektroakustische Musik in Bourges.


NALEPPA, Götz

(Deutsch)

Götz Naleppa, 1943 geboren, Regisseur, Medienkünstler, Übersetzer und Autor, war bis Dezember 2008 Redakteur für Klangkunst bei Deutschlandradio Kultur. Weit über 100 Hörspielinszenierungen, Arbeiten für Theater und Oper. Eigene Klangkunstarbeit seit 1983. Zahlreiche Preise für Hörspielinszenierungen (Prix Europa, Prix Marulic,"Gold Award" des New York Festivals 2008, Prix Italia 2009 u.a.).


Afflux
1998
00:51:48
Beschreibung

Influx – Afflux. Klänge von drei verschiedenen Orten fließen ineinander; Natur, Zivilisation und Musikelemente formieren sich zu einem Hör-Strom aus Wasser, Wind, Sprachfetzen, Funksignalen und Störgeräuschen. Drei Tonkünstler nehmen einen Ort auf Band auf, jeder außer Sicht– und Rufweite, nur über Kopfhörer durch ihre Aufnahmen verbunden. Das Material fließt elektronisch zwischen den Dreien hin und her, mischt sich in die gegenwärtige Aufnahme mit ein und transformiert so das weitere akustische Geschehen. Eine musikalische Sprache entsteht, die den verschiedenen Orten zu einer Interaktion im Klang verhilft.

Tags
Transformation, parallel, (k)ein Ort, Dialog
Deutschlandradio
1313712000
BOSETTI, Alessandro

(Italienisch)

Alessandro Bosetti, geboren 1973 in Mailand, lebt in Berlin, den USA und Italien, arbeitet als Musiker, Radioautor, Komponist und Klangkünstler. Viele seiner Arbeiten beschäftigen sich mit den Klängen, Unregelmäßigkeiten und „Fehlern“ des Sprechens und Übersetzens. Unter anderem wurde Bosetti für seine Komposition "636" (RTBF) mit dem Phonurgia Nova Award 2012 ausgezeichnet sowie mit dem IDAF Award 2013 für "Mask Mirror", ein Sampler, der gesprochene Worte in Realzeit bearbeitet, wobei er auf die Sprachbedeutung ebenso wie auf die Sprachmelodie reagiert.


African Feedback
2006
00:45:38
Beschreibung

Through a process of listening and speaking, African Feedback documents an exchange between artist Alessandro Bosetti and residents of villages throughout West Africa. Playing music by various experimental and avant-garde composers to people met in villages, Bosetti records their responses, asking them what they are hearing, and how they relate to the music and sounds. Composing their responses, with field recordings made throughout his travels, African Feedback is a musical portrait of cultural translations, misunderstandings, different voices and languages. Including an audio CD and the transcriptions of the listening sessions, along with an introduction by the artist, African Feedback is a beautiful and beguiling work cutting across the ongoing questions of cultural difference.

Tags
Expedition, stille Post, Dialog, cultural, breath
Deutschlandradio
1311033600
CEE, Werner

(Deutsch)

Werner Cee, geboren 1953, lebt in Allendorf bei Gießen und arbeitet als Klangkünstler und Komponist. Zahlreiche Preise auf internationalen Festivals, zuletzt den Prix Italia 2010 für "Featuring Schuberts Winterreise". „Maschinerie der Polarlandschaft“ erhielt eine lobende Erwähnung beim »Palmarès« in Bourges 2005.


Agón
2010
00:45:10
Deutschlandradio
BUTZMANN, Frieder

(Deutsch)

Frieder Butzmann, geboren 1954 in Konstanz, ist Komponist, Musiker, Klang- und Performancekünstler sowie Autor für Feature und Hörspiel. Lebt in Berlin. Er sammelt Töne, Musiken, Geräusche und Eindrücke, weiß aber meistens nicht, ob er daraus Musikstücke, Filmmusiken, Vorträge, Hörspiele oder ganze Opern machen soll. Er spreizt, kürzt und transponiert unermüdlich analoge und digitale Tonaufnahmen bis zur Unkenntlichkeit.


Alethes Soundbeams
2006
00:51:09
Beschreibung

Frieder Butzmann geht gern auf den Friedhof. Dort besucht er das Grab von Baron de la Motte-Fouqué, dessen Roman „Die wunderbaren Begebenheiten des Grafen Alethes von Lindenstein“ voller Geister und seltsamer Erscheinungen ist. Alethes besteht so manches Abenteuer mit Gespenstern und versucht hinter alle Rätsel zu kommen, beschwört aber gerade dadurch wieder neue seltsame Gefahren herauf. Frieder Butzmann führt diese Geisterbeschwörung akustisch weiter. Der Schall galt früher als körperlos, die ersten Schallübertragungen durch elektromagnetische Wellen wurden als Materialisationen des Unsichtbaren betrachtet. In „Alethes Soundbeams“ werden diese Techniken benutzt, um auch andere körperlose Wesen zum Klingen und Sprechen zu bringen.

Tags
Unhörbar-Hörbar, schwarz, das Unsichtbare
Deutschlandradio
1313712000
BLACK, Colin

(Australisch)

Der australische Komponist Dr. Colin Black arbeitet für Radio, Film, TV, Theater und Video. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. Für „The Ears Outside My Listening Room“ erhielt er 2003 den Prix Italia in der Kategorie „Radio-Musik“. „Alien in the Landscape“ bildet zusammen mit Blacks Folgearbeit für Deutschlandradio Kultur „Kilian’s Antipodean Dream“ (2010) ein Diptychon.

2015 erhielt er den Gold Award der New York Festivals. Im Rahmen seines Doktoratsstudium an der Universität Sydney forschte er fünf Jahre lang über die Geschichte der radiophone Klangkunst, ihre verschiedene Ausprägungen und Praktiken.


Alien in the Landscape
2007
00:40:37
Beschreibung

Die Geschichte des deutschen Wissenschaftlers Ludwig Leichhardt, der bei seiner dritten Expedition im australischen Busch 1848 verschollen ist, wird bei Colin Black zum Gleichnis. Der australische Komponist nimmt sie als Beispiel für den europäischen Eroberer, der in einem osmotischen Prozess von der Landschaft besiegt und schließlich verschlungen wird. Text, Sound und Musik stehen gleichwertig in dieser Klangkomposition und antworten einander wie Echos in dieser Klanglandschaft. Black setzt u.a. seine „extended enviro-guitar“ mit drei bis 15 Meter langen Saiten ein, die in die Landschaft gespannt und von Wind oder Regen gespielt werden.

Tags
Landschaft, Expedition, Portrait, beyond
Deutschlandradio
1313712000
ABDELWAHED, Deena

(Tunesien)

Deena Abdelwahed, geboren 1989 in Qatar, ist DJane und Sängerin. Mit 19 zog sie nach Tunis, um Innenarchitektur zu studieren. Parallel begann sie, in verschiedenen Gruppen der Electro Dance Szene zu spielen. Seit 2012 tritt sie auch solistisch auf. Seit 2015 lebt sie in Toulouse, wo sie unter anderem bei dem freien Radiosender Campus FM arbeitet. Infos unter www.deenaabdelwahed.com


All Hail Mother Internet
2016
00:38:50
Beschreibung

»Was wäre ich ohne das Internet?« Diese Frage stellte sich die tunesische DJane Deena Abdelwahed. Ihre Antwort ist eine Radioperformance mit Elementen aus Hörspiel und Clubmusik. Sie erzählt vom Konflikt zwischen der tunesischen "Generation Y" und ihren Eltern, von der Prekarität jugendlicher Identitäten zwischen Islam und Internet.

›All Hail Mother Internet‹ gewann einen der beiden Produktionspreise beim Radio Lab 2016 von Deutschlandradio Kultur und CTM Festival Berlin.                

Übersetzung: Julia Tieke

Mit Auszügen aus der tunesischen Verfassung und dem Buch "Mörderische Identitäten" von Amin Maalouf

Mitwirkende: Adyan Al-Zohaery, Ayad Al-Zohaery, Hanan El-Ali, Manuela Oforiatta, Antye Greie und Deena Abdelwahed

Sprachaufnahmen:  Hermann Leppich

Deutschlandradio
AUGST, Oliver

(Deutsch)

Oliver Augst, geboren 1965, ist Autor, Vocalist und Komponist. Seit 2005 leitet er die Audio Art Series im Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt.


Alle Toten 1914
2014
00:52:58
Beschreibung

2014 feiert das kollektive Gedenken Hochkonjunktur: Der Ausbruch des 1. Weltkrieges jährt sich zum 100. Mal. Am 4. März trieben Oliver Augst und John Birke die Erinnerungs- und Jubiläumskultur auf die Spitze: In einem Konzert in der Berliner Volksbühne gedachten sie gemeinsam mit acht MusikerInnen aller Toten des Jahres 1914 – von Christian Morgenstern über Bertha von Suttner bis hin zu Papst Pius X.
Einzelschicksale wurden heraufbeschworen, kuriose Anekdoten ausgegraben, Verbindungen zwischen den Biografien aus dem Boden gestampft. Aus dem Mitschnitt ist eine akustisch-fantastische Persiflage entstanden.

Deutschlandradio
FROLEYKS, Stephan

(Deutsch)

Stephan Froleyks, geboren 1962, Komponist und Musiker (Schlagzeug), außerdem Konstrukteur neuartiger Musikinstrumente. Stephan Froleyks erhielt mehrfach Stipendien und Kunstpreise, seine Kompositionen, Installationen, Hörstücke, multimedialen Arbeiten und Theatermusiken entstanden u.a als Auftragswerke für WDR, Radio Bremen und das Deutschlandradio, sie wurden auf vielen Festivals (Donaueschingen, Witten, Dresden, London, Amsterdam...) aufgeführt. Er ist Professor für Schlagzeug / Perkussion an der Musikhochschule in Münster.


Alter Klang
2002
00:38:35
Beschreibung

Holzlatschen/ Uhrwerke/ Eisenbahnrattern/ Bimmeln des Eismanns/ Zerknacken eines Käfers/ Düsenjäger/Milchkannen/ Grabespaten im Garten/ Schreie von Oma Möcker...Die Liste der Klänge aus der Kindheit scheint endlos. Der Musiker und Komponist Stephan Froleyks zitiert aus seinem ganz persönlichen Archiv von Klangerinnerungen. Aus einer Vielzahl konkreter Geräusche und verbaler Klangbeschreibungen komponierte er eine rein akustische Lebensgeschichte. So subjektiv und befangen diese Audio-Aufzeichnungen auch sind, die in den 60er Jahren Geborenen werden vieles wiedererkennen: Schnullerquietschen/ Schulgong/ Erkennungsmelodie einer Radiosendung/ Löffel in Nachtischschälchen/ Keith Jarretts Köln Konzert/ Reggae von Bob Marley...

Tags
Kindheit, Erinnerung
Deutschlandradio
1313712000
TOLAN, Claire

(USA)

Claire Tolan, geboren in den USA, ist Radiomacherin und Computeraktivistin. Einmal wöchentlich präsentiert sie ihre ASMR-Sendung ›You Are Worth It‹ im Berliner Community Radio.


Always here for you
2015
00:40:34
Beschreibung

Geflüsterte Botschaften, eine sanft zerknüllte Chipspackung – bei manchen Menschen erzeugen diese Klänge ein angenehmes Kribbeln in Kopf und Wirbelsäule. Das subjektive Phänomen heißt ASMR (Autonomous Sensory Meridian Response). Videos mit entsprechendem Material erreichen inzwischen höchste Clickzahlhen auf Youtube. Sie zeigen einfache Szenen, in denen der Betrachter liebevoll umsorgt wird: Beim Friseur, beim Arzt, beim Psychologen, bei der Freundin. Hinzu kommen sanfte Klänge wie Knistern, Knacken und Rascheln.
Diese Praktik hat die amerikanische Radiomacherin und Computeraktivistin Claire Tolan aufgegriffen. Im Berlin Community Radio präsentiert sie bereits seit Januar 2014 die ASMR-Sendung „You are worth it“. Im Rahmen des Radio Lab von CTM-Festival und Deutschlandradio Kultur entwickelte sie nun eine Installation und ein Hörstück über das große Kribbeln. Dabei kombinierte sie die ASMR-Klänge mit den neuesten Errungenschaften der akustischen Überwachungstechnologie. Über Lasermikrofone belauschte sie sich selbst und freiwillige Performer durch geschlossene Fensterscheiben hindurch. Ihre These: ASMR und Spionage setzen am selben neuralgischen Punkt unserer Gesellschaft an – der Privatsphäre. In beiden Fällen wird intime Nähe künstlich hergestellt. Technische Hilfsmittel überbrücken physische und emotionale Distanzen. So entpuppen sich Online-Exhibitionismus und digitale Kontrolle als zwei Seiten derselben Sache.

In ihrem Hörstück „Always here for you“ verbindet Claire Tolan typische Szenen der ASMR-Welt mit fiktiven Abhörszenarien. Roter Faden der Arbeit ist eine kleine Einführung in die Knotentheorie. Sie fungiert als Metapher für die widersprüchliche Verstrickung von Nähe und Distanz in unserer Gesellschaft.

Deutschlandradio
CEE, Werner

(Deutsch)

Werner Cee, geboren 1953, lebt in Allendorf bei Gießen und arbeitet als Klangkünstler und Komponist. Zahlreiche Preise auf internationalen Festivals, zuletzt den Prix Italia 2010 für "Featuring Schuberts Winterreise". „Maschinerie der Polarlandschaft“ erhielt eine lobende Erwähnung beim »Palmarès« in Bourges 2005.


Am Anfang der See
2008
00:50:40
Beschreibung

Die Hardangervidda im südlichen Norwegen ist eine raue, von Gletschern abgeschliffene Hochebene. Hier trainierten die frühen Polarforscher für ihre Expeditionen, hier ermöglichte die Wasserkraft erstmals die Produktion von schwerem Wasser, das für den Bau von Atombomben benötigt wird. Eine von norwegischen Wissenschaftlern errichtete Anlage in Rjukan wurde im Zweiten Weltkrieg heiß umkämpft und zerstört.Dieses Spannungsfeld zwischen urgewaltiger Natur und kurzlebigen menschlichen Eingriffen nutzt Werner Cee für ein akustisches Land-Art-Projekt. Der norwegische Perkussionist Terje Isungset setzt artifizielle Klänge in die Landschaft, bespielt vorgefundene Materialien, kommuniziert mit der vorhandenen Soundscape.

Deutschlandradio
1313712000
VETTER, Michael

(Deutsch)

Michael Vetter, 1943 geboren, studierte Theologie und Musik. Er ist ein Meister des Obertongesangs. Ihm geht es mit Hilfe der verschiedensten Medien (Sprache, Malerei, Fotografie, Theater, Musik) um die Realisierung dessen, was er "Transverbal" nennt: Sprache ist Bewegung ist Musik.
Nach dreizehn Jahre weitgehend als Zenmönch in Japan lebt er heute die meiste Zeit zurückgezogen malend, schreibend und gärtnernd inmitten seines Olivenhaines auf dem Monte Amiata, wo er 1991 die Accademia Capraia gründete, eine nach seinen Konzepten arbeitende "Schule der Lebenskunst".


An Baches Rand
2009
00:48:17
Beschreibung

Der an zeitgenössischer Komposition und an asiatischen Klangtraditionen geschulte Michael Vetter wendet sich in seinem jüngsten Werk erstmals der europäischen Klassik zu. Dabei hat er eine Referenz gewählt, die seinen Erfahrungen als Obertonsänger besonders nahe steht: Die Sonaten für Solovioline von Johann Sebastian Bach sind ein Meilenstein der Musikgeschichte, wenn es darum geht, mehrstimmige Klangentwicklungen auf einem einstimmigen Instrument hörbar zu machen. Was Bach durch kunstvolle Arpeggien ermöglicht, hat Michael Vetter jahrzehntelang durch außergewöhnliche Gesangs- und Instrumentaltechniken realisiert. Nun nähert Vetter sich dem großen Barockmeister ehrfurchtsvoll in einer zweistimmigen Improvisation mit seiner Partnerin Natascha Nikeprelevic. Den musikalischen Kern von „An Baches Rand“ bildet das Grave aus der 2. Sonate für Solovioline in a-moll. Michael Vetter interpretiert diesen hochkonzentrierten Satz auf der Blockflöte und umrahmt ihn mit zwei Meditationen für Stimmen, Blockflöte und Klavier.

Tags
Wortwanderung, Hommage, breath
Deutschlandradio
1313712000
RIESSLER, Michael

(Deutsch)

Michael Riessler, geboren 1957 in Ulm, lebt und arbeitet in München. Er ist Komponist und einer der bedeutendsten deutschen Jazz-Musiker (Klarinette und Saxophon). Er arbeitete mit weltweit renommierten Komponisten (John Cage, Karlheinz Stockhausen, Steve Reich, Morton Feldman u.a.) und Musikern zusammen und komponiert auch für Hörspiel und Film. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen.


Aponivi
2003
00:53:32
Beschreibung

„apónivi“ – bezeichnet in der Sprache der Hopi Indianer „Wind, der die Schlucht hinabbläst“, Wind, der durch die riesigen Canyons ihrer Reservate zieht. Er führt die Geister der unsichtbaren Lebenskräfte mit sich, die „Kachinas“. Aber erst im Tanz und in kunstvolle Masken gehüllt, werden diese sichtbar.
Das Hörspiel ist eine akustische Auseinandersetzung mit den rituellen Maskentänzen der Kachinas, deren symbolträchtige Bedeutung sich in musikalischen Bildern spiegelt. Eingebettet in den Rhythmus vor allem des virtuosen Schlagzeugers Terry Bozzio spielt das Libretto mit dem Klang der Hopi-Sprache, mit Assoziationen, Bedeutungen und Missdeutungen ihrer Kultur.

Deutschlandradio
1313712000
WILLIAMS, Christopher

(USA)

Christopher Williams, geboren 1981 in San Diego, studierte Musik an der University of California. Er lebt als Komponist, Bassist und Kurator in Berlin.


MORROW, Charlie

(USA)

Charlie Morrow, geboren 1942, ist Komponist, Medienkünstler und Entwickler des Raumklangsystems MorrowSound.


Arcanum 17
2013
42:11
Beschreibung

Rocher Percé ist ein bogenförmiger Felsen vor der Küste von Québec, Heimat für zehntausende von Seevögeln und Lagerstätte von außergewöhnlichen Fossilien. 1944 besuchte André Breton das Naturdenkmal und ließ sich davon zu seinem Buch ›Arcane 17‹ inspirieren. Darin verbindet er Betrachtungen über die kanadische Fauna, den Melusine-Mythos, den Faschismus und die Extase neugefundener Liebe.

Christopher Williams, Charlie Morrow und Robin Hayward übertragen dieses surrealistische Gedankenspiel in Klänge: Naturgeräusche vom Rocher Percé mischen sich mit Instrumentaltönen und Textfragmenten von Breton. Bitte Kopfhörer bereithalten.

Deutschlandradio
GOH, Annie

(UK)

Annie Goh, geboren 1984 in Großbritannien, lebt und arbeitet als Kuratorin, Klangkünstlerin und -forscherin in Berlin. Sie studierte Sound Studies an der Universität der Künste. 2014 veröffentlichte sie einen Beitrag in dem Sammelband: 'Archaeoacoustics: The Archaeology of Sound'.


Archäoakustik
2015
00:49:14
Beschreibung

Was bleibt von einer Kultur? Stätten, Bauten, Steine - beharrlich trotzen sie der Ewigkeit. Die Klangwelten früherer Kulturen hingegen sind längst verhallt. Die junge Disziplin der Archäoakustik verbindet das Hörbare mit dem Sichtbaren, das Ephemere mit dem Bleibenden. Sie erforscht die verborgenen Klangwelten jahrtausendealter Fundstätten. Die Erkenntnis: Frühe Kulturen haben ihre akustische Umgebung ganz bewusst geformt und gestaltet. Zahlreiche Bauten zeugen von einem raffinierten Spiel mit Klangeffekten und -phänomenen. In den westlichen Wissenschaften dominiert das Visuelle nach wie vor als Erkenntnisquelle. Die Archäoakustik setzt ganz auf das Hören. Annie Goh unternimmt eine Höhlenexpedition mit den Forschern Iegor Reznikoff, Rupert Till und mit der Flötistin Anna Friederike Potengowski.

Deutschlandradio
JOVANOVIC, Arsenije

(Serbisch)

Arsenije Jovanovic, geboren 1932 in Belgrad, arbeitet seit den 1960er Jahren als Komponist, Fotograf, Schriftsteller, Audiokünstler und Regisseur in Theater, Radio und TV. Seine Audio-Art-Stücke wurden mehrfach auf Radiofestivals ausgezeichnet, u.a. Prix Italia, Premio ondas (Spanien), Acustica international (WDR), Grand Prix (Rust), Bienalderadio (Mexico City). Außerdem wurden Werke von ihm für Film-Soundtracks ausgewählt, u.a. in Filmen von Terrence Malick.


Archipelago Prospero
2006
00:42:01
Beschreibung

Die Komposition bezieht sich auf Shakespeares „Sturm“ – aber nicht auf Text und Story, sondern auf die Regieanweisungen, welche Musik und Klang zitieren, und vor allem auf die zahlreichen Stellen, an denen die Personen Klänge beschreiben, die sie hören: „aus der Luft – von Irgendwo“. Jovanovič betrachtet diese Angaben und Textstellen Shakespeares als Partitur für eine unabhängige Komposition und macht die bei Shakespeare unhörbaren Klänge auf seinem Klang-Archipel des Magiers Prospero für uns hörbar.

Tags
Unhörbar-Hörbar, beyond, aus der Luft
Deutschlandradio
1313712000
BEHRENS, Marc

(Deutsch)

Marc Behrens wurde 1970 in Darmstadt geboren. Sein Werk umfasst vor allem konkrete elektronische Musik und Installationen sowie gelegentlich Photographie- und Videoarbeiten.

Auszeichnungen:

  • 2013 Atmosphären, ZKM | Institut für Musik und Akustik, Karlsruhe
  • 2010 Produktionspreis des Kulturradios WDR 3 (im Rahmen des Deutschen Klangkunstpreises 2010)
  • 2006 «Broadcasting Art I» (Museo de Arte Contemporáneo de Castilla y Léon, MUSAC & Radio Nacional de España – Radio 3) für “Architectural Commentary 5: Some Models for Resonant Behaviour”

Architectural Commentaries 4 & 5
2004
00:50:59
Beschreibung

"Architekturkommentare" nennt Marc Behrens eine Arbeit, die auf Klangmaterial basiert, das er im Laufe von 15 Jahren gesammelt hat. Es bildet Räume ab - in diesem Fall die Räume des Londoner Radiosenders "resonance 104.4 FM", Innen- und Außenräume mit ihren technischen Gegebenheiten, wie Heizungs- und Klimaanlagen, Computer.Behrens entwickelt das akustische Porträt eines Tonstudios mit all seinen Gerätschaften, die sonst nur still ihren Dienst tun.

"Architectural Commentaries 4 & 5" wurde auch auf CD veröffentlicht bei Entr'acte (http://www.entracte.co.uk).

Deutschlandradio
1313712000
BOSETTI, Alessandro

(Italienisch)

Alessandro Bosetti, geboren 1973 in Mailand, lebt in Berlin, den USA und Italien, arbeitet als Musiker, Radioautor, Komponist und Klangkünstler. Viele seiner Arbeiten beschäftigen sich mit den Klängen, Unregelmäßigkeiten und „Fehlern“ des Sprechens und Übersetzens. Unter anderem wurde Bosetti für seine Komposition "636" (RTBF) mit dem Phonurgia Nova Award 2012 ausgezeichnet sowie mit dem IDAF Award 2013 für "Mask Mirror", ein Sampler, der gesprochene Worte in Realzeit bearbeitet, wobei er auf die Sprachbedeutung ebenso wie auf die Sprachmelodie reagiert.


arcoparlante
2009
00:51:28
Beschreibung

„Guten Abend ... wir spielen stille Post im Äther.“ Mit diesen Worten begann am 21. März 2009 eine vierstündige Übertragung auf den Mittel- und Langwellenfrequenzen von Deutschlandradio Kultur. Zum Welttag der Poesie verwandelte der Klangkünstler Alessandro Bosetti das Medium Radio in einen gigantischen Lautpoesiegenerator. Rundfunkbotschaften am Rande der Verständlichkeit wurden von Hörern aus aller Welt empfangen, transkribiert, an den Sender zurückgeschickt und von dort aus erneut übertragen, bis daraus eine abstrakte, musikalische, geheimnis- und humorvolle Lautkomposition wurde.Arcoparlante ist ein „sprechender Bogen“. Ein international angelegtes elektromagnetisches Fest voll von Sprachspielen, Ungereimtheiten, kreativen Übertragungsfehlern.

Tags
Twist, Transformation, stille Post, failure, Dialog, around the world
Deutschlandradio
1313712000
KREBS, Joachim

(Deutsch)

Joachim Krebs, geb. 1952, gest. 2013, war Komponist, Klangkünstler und Medienkünstler. Er lebte und arbeitete in Karlsruhe (D). Seit den 1980-er Jahren produzierte er elektroakustische Klangkompositionen für multimediale, konzertante und installative Kunstwerke. U. a. mit dem Beethoven-Preis und dem Villa Massimo-Stipendium Rom ausgezeichnete Komponist und Raumklangkünstler. Entwicklung des Verfahrens zur KlangMikroskopie, der sog. „EndoMikroSonoSkopie“ Mitte der 1990er Jahre. Das Verfahren erlaubt quasi in den molekularen Innenbereich von Klang und Geräusch vorzudringen, um zuvor Unhörbares hörbar zu machen. Joachim Krebs bildete zusammen mit der Medienkünstlerin Sabine Schäfer das Künstlerduo <SA/JO>

Künstler Websites: www.joachimkrebs.de / www.sajo-art.de

Wikipedia: Joachim Krebs 


Artificial Soundscape No. 4
1999
00:52:10
Beschreibung

Seit mehr als fünf Jahren arbeitet Joachim Krebs an der Projektreihe ARTIFICIAL SOUNDSCAPES. Alle Kompositionen dieses Zyklus repräsentieren künstliche Klanglandschaften zwischen purer Natürlichkeit und reiner Abstraktion. Ihre Klangelemente sind ausnahmslos „natürlichen“ Ursprungs, der artifizielle Aspekt der Komposition entsteht durch die digitale Bearbeitung sämtlicher Parameter der verwendeten organischen Klangquellen. Unhörbare Klänge werden hörbar, das Innenleben von einzelnen Geräusch-Klang-Partikeln wird offengelegt. In diesen organisch-artifiziellen Zwischenmilieus geht es nicht zuletzt um ein „Werden von Übergängen“, Töne von Mensch, Tier und Natur werden zu reinen Linien, reiner Farbe, reinem Klang, reinem Rhythmus. Wir empfehlen die Benutzung von Stereokopfhörern.

Tags
Unhörbar-Hörbar, Natur
Deutschlandradio
1313712000
LINDSAY, Arto

(Amerikanisch)

Arto Lindsay, amerikanischer Gitarrist, Sänger, Produzent und Komponist, Gründer der No-Wave-Band DNA und ehemaliges Mitglied der Lounge Lizards, entfacht auf seinem Instrument infernalischen Lärm, sein oft brachiales und lärmiges Spiel konterkariert er jedoch mit seiner sehr weichen Stimme. Er singt auf Englisch und Portugiesisch, seine zweite Heimat Brasilien findet auch immer wieder musikalischen Nachhall in seinen Kompositionen. Die Liste seiner Kollaborationen ist unfassbar lang, sie reicht von Animal Collective bis hin zu den Einstürzenden Neubauten.


Art´s Birthday 2011 - Arto Lindsay Solo
2011
00:42:35
Deutschlandradio
DEE, Dickson

(Chinesisch)

Dickson Dee, alias Li Chin Sung, arbeitet seit über 20 Jahren als Produzent, Komponist und Musik-Blogger in Hong Kong. Zusammenarbeit u.a. mit Zbigniew Karkowski, Otomo Yoshihide, Werner Dafeldecker und Tetsuo Furudate. Er betreibt die Labels Noise Asia und Dicksonia Audio.


NAMTCHYLAK, Sainkho

(Russisch)

Sainkho Namtchylak, geboren 1957 in Tuva, studiert seit ihrer Kindheit die rituellen Musikstile Sibiriens. Sie arbeitete u.a. mit Musikern wie Peter Kowald, Werner Lüdi, Shelley Hirsch und Jan Garbarek.


WEI, Wu

(Chinesisch)

Wu Wei gilt als der weltweit führende Virtuose der Sheng, einer chinesischen Mundorgel. Auftritte in traditioneller, zeitgenössischer und improvisierter Musik u.a. mit den Berliner Philharmonikern, Ensemble Modern, Peter Kowald, Gunter Baby Sommer. Kompositionsaufträge u.a. von Musica Viva München, Fondation Royaumont und Slought Foundation Chicago.


Art´s Birthday 2011 - Ch’a Ching
2011
00:42:52
Beschreibung

Dickson Dee, alias Li Chin Sung, arbeitet seit über 20 Jahren als Produzent, Komponist und Musik-Blogger in Hong Kong. Zusammenarbeit u.a. mit Zbigniew Karkowski, Otomo Yoshihide, Werner Dafeldecker und Tetsuo Furudate. Er betreibt die Labels Noise Asia und Dicksonia Audio.

Sainkho Namtchylak, geboren 1957 in Tuva, studiert seit ihrer Kindheit die rituellen Musikstile Sibiriens. Sie arbeitete u.a. mit Musikern wie Peter Kowald, Werner Lüdi, Shelley Hirsch und Jan Garbarek.

Wu Wei gilt als der weltweit führende Virtuose der Sheng, einer chinesischen Mundorgel. Auftritte in traditioneller, zeitgenössischer und improvisierter Musik u.a. mit den Berliner Philharmonikern, Ensemble Modern, Peter Kowald, Gunter Baby Sommer. Kompositionsaufträge u.a. von Musica Viva München, Fondation Royaumont und Slought Foundation Chicago.

Deutschlandradio
ZOTT, Veronika

(Österreichisch)

Veronika Zott studierte an der London Contemporary Dance School (1996-99). Tanztheater-Arbeiten mit Milli Bitterli, Christine Gaigg, Felix Kubin, tomate und Inge van Bruystegem. Mitglied von "O is not a Company" Linz.


KUBIN, Felix

(Deutsch)

Felix Kubin, 1969 geboren, Dipl.-Psykotroniker. Experimentalmusiker. Komponiert für Film und Radio und tritt live in ganz Europa auf. Für sein Label „Gagarin Records“ erforscht er die Auswirkungen von Lärm-Erscheinungen, spezialisiert auf Dadatronic und Si-Fi-Pop.


Art´s Birthday 2011 - testest
2011
00:26:41
Beschreibung

Testsignale sind im Volk nicht gerade beliebt. Bis heute werden sie mit Sendepausen am Mittag und mit unbeweglichen Farbbalken in Verbindung gebracht. Ihre Klangcharakteristika reichen von statischen Messtönen über Gleitfrequenzen, Rauschen, Zischen und Pausenzeichen bis hin zu Stimmlauten und klassischen Soundcheck-Signalen. Fast immer werden sie als unangenehm und irritierend empfunden. Sie verweilen in einem ewigen Zustand des "Davor", ihr Schicksal ist die Warteschleife der Optimierung.

Pünktlich zum Art's Birthday befreien der Hamburger Soundfuturist Felix Kubin und die Wiener Tanzperformerin Veronika Zott die Testsignale aus dem Gefängnis ihrer Funktionalität und verdichten sie zu einer Komposition aus Pausenzeichen, Extremfrequenzen, Voicing-Methoden und Klangkleidbewegungen.

Deutschlandradio
AUBRY, Gilles

(Schweiz)

Gilles Aubry ist ein Schweizer Klangkünstler und Musiker. Seit 2002 lebt er in Berlin. 2010 schloss er sein Masterstudium in Sound Studies an der Universität der Künste in Berlin ab. Seine künstlerische Praxis basiert auf einem auditiven Zugang zur Realität auf Grund von Recherchearbeiten in Bezug auf kulturelle und historische Aspekte der Klangproduktion und -rezeption. 2011 war Aubry Gastkünstler im Global Prayers Projekt. Die daraus entstandene Installationen "Pluie de Feu" und "The Laman Encounter" wurden in der NGBK Galerie in Berlin präsentiert. Sein Film ohne Bilder "Notes via a Soundscape of Bollywood" wurde 2013 im Haus der elektronischen Künste in Basel gezeigt. Er präsentierte seine Arbeiten bei der "5th Marrakech Biennale of Contemporary Arts" und dem "International Documentary Festival" (FID) 2014 in Marseille.


MILLIS, Robert

(USA)

Robert Millis wurde 1966 in New York geboren. Er lebt als Musiker, Klangkünstler und Filmemacher in Seattle. Millis ist Gründungsmitglied des Experimentalmusikduos "Climax Golden Twins". Besondere Aufmerksamkeit widmet er dem Sammeln von Schellackplatten, die er in Klanginstallationen und Kompositionen einsetzt. 2012 und 2013 forschte er als Senior Fulbright Research Scholar über indische Musik und Klangkunst in Indien.


ATOUI, Tarek

(Libanon)

Tarek Atoui wurde 1980 in Beirut geboren und lebt in Paris. Er studierte zeitgenössische und elektronische Musik in Reims. 2007 bis 2008 war er künstlerischer Leiter der STEIM Studios in Amsterdam. Performances und Installationen unter anderem im New Museum New York (2010), auf der Sharjah Biennial in den Vereinigten Arabischen Emiraten (2009), auf der dOCUMENTA 13 (2012), im Auditorium du Louvre (2013) und der Fondation Louis Vuitton (2014). Für sein Projekt "Dahlem Sessions" arbeitete er mit den Musikern Burkhard Beins, Rudi Fischerlehner, Charbel Haber, Katt Hernandez, Carl Ludwig Hübsch, Mazen Kerbaj, Magda Mayas, Andrea Neuman, Stéphane Rives, Sharif Sehnaoui und Michael Vorfeld.


HABER, Charbel

(Libanon)

Charbel Haber, geboren 1978 in Beirut, lebt dort als Musiker, Komponist und Performancekünstler. 1998 war er Mitbegründer der libanesischen Post-Rock Gruppe Scrambled Eggs. Seit 2002 ist er Mitveranstalter der libanesischen Improvisationsfestivals Irtijal und ein zentrales Mitglied des Vereins MILL (Musique Improvisée Libre au Liban). 2004 gründete er das Experimentalmusiklabel "Those Kids Must Choke", 2010 startete er mit Al Maslakh das Label "Johnny Kafta's Kids Menu". Haber trat mit zahlreichen internationalen Größen der Improvisierten Musik auf, darunter Gene Coleman, Michael Zerang, Mats Gustafson und Eddie Prévost. Darüber hinaus schrieb er Musik für Film, Videokunst und Performancetheater, unter anderem für das Stück "Photo Romance" (2010) von Rabih Mroueh und Lina Saneh.


SCHMICKLER, Marcus

(Deutschland)

Marcus Schmickler, alias Pluramon, wurde 1968 in Köln geboren. Er lebt als Komponist, Musiker und Produzent in Köln und Berlin. Schmickler studierte Musikwissenschaft in Köln und war 1995 Mitinitiator des Schallplattenladens A-Musik sowie des DJ-Kollektivs Brüsseler-Platz-10a-Musik mit Georg Odijk und Jan St. Werner. Er komponierte zahlreiche Werke für elektronische Klangerzeuger, sowie für Chor, Kammerensemble und Orchester. 2009 schuf er im Auftrag des Internationalen Jahres der Astronomie und des Deutschen Musikrates "Bonner Durchmusterung", elektronische Musik mit Projektionen auf Basis von astrophysikalischen Daten. Er erhielt Preise und Stipendien unter anderem von der Ars Electronica, dem Land Nordrhein-Westfalen und er kuratierte Festival-Programme in der Akademie der Künste Berlin und dem ZKM in Karlsruhe. Schmickler unterrichtete an der Milton Avery Graduate School of the Arts des Bard College in New York und am California Institute of the Arts.


CHISHOLM, Hayden

(Neuseeland)

Hayden Chisholm wurde 1975 in Otahuhu bei Auckland geboren. Er lebt als Saxophonist, Klarinettist und Komponist in Köln. Chisholm studierte an der Hochschule für Musik Köln bei Frank Gratkowski. Er arbeitet mit seinem Ensemble The Embassadors sowie mit Musikern wie Jaki Liebezeit, Burnt Friedman und Nils Wogram. Seit 2002 komponiert er Musik für die Aktionskünstlerin Rebecca Horn. Seit 2003 bildet er ein Duo mit Marcus Schmickler, das 2007 die CD "Amazing Daze" veröffentlichte.


Art´s Birthday 2015 // Konzertmitschnitte vom 16. Januar 2015 im Berghain Berlin
2015
00:30:04 / 00:17:24 / 00:24:16
Beschreibung

Zum 1.000.052. "Art's Birthday" veranstaltete die Ars Acustica Gruppe der European Broadcasting Union Konzerte in 20 Städten Europas. Die Klangkunst-Redaktion von Deutschlandradio Kultur beteiligte sich mit einem Abend im Berliner Club Berghain. Dabei trafen sich traditionelle und avantgardistische Klangkulturen:

 

1. Gilles Aubry & Robert Millis:

Jewel of the Ear

Länge: 30’04

 

Gilles Aubry: Field Recordings & Elektronik

Robert Millis: Schellackplattenspieler & Elektronik

 

Die Aufbewahrung von Klängen ist ein Produkt der euro-amerikanischen Gesellschaft im späten 19. Jahrhundert. Hier verbreitete sich eine ganze Welle von neuartigen Konservierungsmaßnahmen: Einbalsamierung, Gedenkstätten, Archive, Konservenbüchsen und nicht zuletzt der Phonograph. Der Export solcher Technologien in die Kolonien ließ gegensätzliche Denkweisen aufeinander prallen. In Indien beispielsweise traf das Prinzip der Fixierung auf eine Philosophie der stetigen Erneuerung durch den Kreislauf von Geburt und Tod. Dieses Geschichtsverständnis spiegelt sich auch in der klassischen Musik Indiens, deren improvisatorische Strukturen ausschließlich mündlich weitergegeben wurden. Dennoch versuchten die Briten ab 1902, indische Musik aufzuzeichnen und zu vermarkten. In der Folge begann die indische Musiktradition immer konstantere Formen anzunehmen.

 

Diesen Prozess hinterfragen Gilles Aubry und Robert Millis in ihrer Performance "Jewel oft he Ear". Schellackplatten mit traditioneller indischer Musik treffen auf Feldaufnahmen von Verbrennungszeremonien im Manikarnika-Tempel von Varanasi. Der Name des Tempels steht dabei Pate für den Titel des Hörstückes: "Juwel des Ohrs".

 

2. Tarek Atoui & Charbel Haber

The Mirror Session

Länge: 17’24

 

Tarek Atoui: Elektronik

Charbel Haber: historische Saiteninstrumente

 

Auch der libanesische Klangkünstler Tarek Atoui inszeniert eine transkulturelle und transhistorische Begegnung von Klangsprachen. Dabei führt er ein Projekt fort, das er im Rahmen der 8. Berlin Biennal begonnen hat. Unter dem Titel "The Dahlem Sessions" bespielte Atoui das Berliner Phonogrammarchiv, das im Dahlemer Völkerkundemuseum beheimatet ist. Neben tausenden von musikethnologischen Aufnahmen beherbergt das Archiv auch eine einzigartige Sammlung von Musikinstrumenten aus der ganzen Welt. Im Laufe mehrerer Monate lud Atoui eine Reihe von MusikerInnen aus der Berliner Improvisationsszene zu Aufnahmesessions mit den historischen Instrumenten.

 

Das so entstandene Material spielte er Instrumentenbauern aus verschiedenen Ländern vor. Sie sollten ihren Höreindruck mit Hilfe von neuen Klangerzeugern nachempfinden, die im November unter dem Titel „Reverse Sessions" in der mexikanischen Kurimanzutto-Galerie vorgestellt wurden. Ein Teilergebnis dieses Prozesses bringt Atoui für den Art's Birthday wieder nach Berlin: Er benutzt einen neuartigen mechanischen Bogen, um Saiteninstrumenten des Berliner Phonogrammarchivs aus Afrika, Indien und Südamerika zu bespielen.

 

Ein Teilergebnis dieses Prozesses bringt Atoui für den Art's Birthday wieder nach Berlin: In Mexiko ist ein mechanischer Bogen entstanden, mit dem Atoui Saiteninstrumenten des Berliner Phonogrammarchivs aus Afrika, Indien und Südamerika zum Klingen bringt.

 


3. Marcus Schmickler & Hayden Chisholm:

Too Long in This Condition

Länge: 24’16

 

Marcus Schmickler: Elektronik

Hayden Chisholm: Dudelsack

 

Marcus Schmickler und Hayden Chisholm setzen für den Art's Birthday ihre langjährige Zusammenarbeit fort. Mit Dudelsack und Live-Elektronik erschaffen sie eine phantasmagorische Klanglandschaft.

 

In "Too Long in This Condition" erkunden Marcus Schmickler und Hayden Chisholm die Tradition der Piobaireachd Great Music. Piobaireachd (oder Pibroch) ist eine traditionsreiche Schule der Dudelsack-Musik, die zwischen 1500 und 1750 in den schottischen Highlands entstand und aufgrund ihrer komplexen Variationen zunächst keine Notationsformen fand. Pibroch-Stücke wurden nach funktionalen und technischen Aspekten kategorisiert: Salute, Klagestücke, Märsche und Versammlungsmotive. In dieser Musik wird ein langsames musikalisches Thema auf ausgiebig variiert und zugleich mit Verzierungen versehen. "Too Long in This Condition" ist ein eigens komponiertes Thema, dessen Variationen auch mittels Computer erzeugt werden. Dabei entwickelt sich eine Ununterscheidbarkeit von Ausgangspunkt, Struktur und Ausdruck.

Deutschlandradio
ADACHI, Tomomi

(Japan)

Tomomi Adachi, geboren 1972 in Kanazawa (Japan), lebt als Vokalist und Komponist in Berlin. 2012 war er Gast beim Berliner Künstlerprogramm des DAAD.


Art´s Birthday 2016 – MAVOtek (Part II) - Konzertmitschnitt vom 17. Januar aus der Schaubühne Lindenfels, Leipzig
2016
00:30:12
Deutschlandradio
BUTZMANN, Frieder

(Deutsch)

Frieder Butzmann, geboren 1954 in Konstanz, ist Komponist, Musiker, Klang- und Performancekünstler sowie Autor für Feature und Hörspiel. Lebt in Berlin. Er sammelt Töne, Musiken, Geräusche und Eindrücke, weiß aber meistens nicht, ob er daraus Musikstücke, Filmmusiken, Vorträge, Hörspiele oder ganze Opern machen soll. Er spreizt, kürzt und transponiert unermüdlich analoge und digitale Tonaufnahmen bis zur Unkenntlichkeit.


GAMMEL, Marcus

(Deutsch)

Marcus Gammel, geboren 1975 in Bremen, studierte Musikwissenschaft, Literatur und Philosophie in Berlin, Paris und New York. Freie Arbeiten als Radiomacher, Dramaturg und Musikjournalist. Seit 2009 betreut er den Klangkunst-Sendeplatz von Deutschlandradio Kultur. Prix Phonurgia Nova 2005 für "Europas Wahn" (mit Viktoria Tkaczyk).


UNRUH, Endruh

(Deutsch)

Endruh Unruh (eigentlich Andrew Chudy) wurde in New York, USA, geboren und wuchs in Berlin auf, wo er noch heute lebt und arbeitet. 1980 gründete er als Schlagzeuger mit Sänger und Gitarrist Blixa Bargeld die Musikgruppe "Einstürzende Neubauten." Seitdem verwendet er mit Vorliebe gefundene, erfundene oder ihrem Zweck entfremdete Objekte für seine Musik. Seit 2003 entwickelt er das Drum-Karaoke "Gott sei's getrommelt".


Art’s Birthday 2008 – Forever Young Radialsystem
2008
00:00:00
Beschreibung

1.000.045 Jahre ist sie alt, und wird doch tagtäglich neu geboren: Die Kunst lebt seit jeher aus dem Spannungsverhältnis von Tradition und Frische. Niemand wusste das besser, als der Fluxuskünstler Robert Filliou, der am 17. Januar 1963 den 1.000.000. Geburtstag der Kunst ausrief. In seiner Folge feiert die Kunstwelt jedes Jahr aufs Neue das älteste Kind des Planeten.Zum Art’s Birthday 2008 hat die Ars Acustica Gruppe der European Broadcasting Union das Motto "Forever Young" ausgerufen. Zahlreiche Radiosender in ganz Europa widmen ihre Geburtstagsfeiern dem Zusammenspiel von Sound Art und Popkultur. Deutschlandradio Kultur konfrontiert dabei ein Stück Urgestein des deutschen Underground mit einer zentralen Formation der jüngeren Elektronikszene: Der Einstürzende Neubauten-Perkussionist Endruh Unruh, die Gruppe Rechenzentrum und der Komponist Frieder Butzmann ergründen gemeinsam den Pop als ewigen Jungbrunnen der Klangkunst.
Art’s Birthday 2008: Forever youngEine Veranstaltung der Klangkunst-Redaktion von Deutschlandradio Kultur mit dem Radialsystem und dem Festival Ultraschall 2008

Tags
Jungbrunnen, art's birthday
Deutschlandradio
1313712000
GAMMEL, Marcus

(Deutsch)

Marcus Gammel, geboren 1975 in Bremen, studierte Musikwissenschaft, Literatur und Philosophie in Berlin, Paris und New York. Freie Arbeiten als Radiomacher, Dramaturg und Musikjournalist. Seit 2009 betreut er den Klangkunst-Sendeplatz von Deutschlandradio Kultur. Prix Phonurgia Nova 2005 für "Europas Wahn" (mit Viktoria Tkaczyk).


Art’s Birthday 2009 – Safe and Sound
2009
00:55:23
Beschreibung

Sicherheit klingt. Nach Wiegenliedern, vertrauten Stimmen, dem Ticken einer alten Pendeluhr. Unsicherheit überträgt sich durch Sirenen, Glocken, Rufe, Donnerschläge. „Sound“ heißt im Englischen nicht nur „Klang“ sondern auch „grundsolide und gesund“. Die Verbindung zwischen Akustik und menschlichem Wohlbefinden könnte tiefer und vielschichtiger wohl kaum sein.Zum 1 000 046 Geburtstag der Kunst veranstaltet die Ars Acustica Gruppe der EBU wie jedes Jahr ein europaweites Klangkunstereignis. Beim Art’s Birthday 2009 machen Künstlerinnen und Künstler zwischen Madrid und Moskau per Satellit, Antenne und Kabel den Äther unsicher. Reale und irreale Bedrohungen, echte und trügerische Heimathäfen, Elfenbeintürme und Undergroundguerillas durchdringen sich zu einer irritierenden Klangkunstnacht.

Tags
art's birthday
Deutschlandradio
1313712000
SOBRALASOLAS!

(Verschiedene)

Auf Initiative von Jérôme Joy vernetzt „Sobralasolas!“ seit 2007 ein Kollektiv von KlangkünstlerInnen. Gemeinsam entwickeln sie eine Reihe von Episoden aus improvisierten Skripten und Partituren. Das Projekt kombiniert Netzwerke, live-Performances, Studioarbeit und Feldaufnahmen.


Art’s Birthday 2010 – Sobralasolas!
2010
00:50:49
Beschreibung

Zum Art’s Birthday am 17. Januar knüpft die Ars Acustica Gruppe der European Broadcasting Union wie jedes Jahr ein europaweites Klangkunstnetzwerk. Deutschlandradio Kultur beteiligt sich mit der Netwerkoper SOBRALASOLAS! Der Titel ist dem Roman Finnegans Wake von James Joyce entlehnt.SOBRALASOLAS! hat keinen feststehenden Szenenplan, erzählt keine Geschichte und ist keine Dokumentation. Es ist vielmehr ein Ort für Glossolalien und Echolalien, spontane Aufnahmen und gemeinsame Improvisationen.SOBRALASOLAS! kombiniert gesammelte und improvisierte Geräusche, um so eine neue Hör(um)welt zu erzeugen, die zugleich fiktional und real, zeit- und ortsspezifisch ist. Die beteiligten Künstler befinden sich alle an unterschiedlichen Orten auf der Welt. Von dort aus improvisieren sie, indem sie sich nur an einem gemeinsam entwickelten Partiturraster orientieren. Jérôme Joy mischt das Klanggeschehen live im pfefferberg haus 13 Berlin.

Deutschlandradio
1313712000
LENTZ, Michael

(Deutschland)

Michael Lentz, geboren 1964 in Düren, ist Schriftsteller, Lautpoet, Literaturwissenschaftler und Musiker. Seit 2006 ist er Professor für literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.


GEISSE, Gunnar

(Deutschland)

Gunnar Geisse, geboren 1962 in Gießen, ist Gitarrist und Komponist. Als Improvisationsmusiker erweitert er sein Instrument oft elektronisch zur „Laptop Guitar“.


WERTMÜLLER, Michael

(Schweizerisch)

Michael Wertmüller, Schweizer Schlagzeugvirtuose und Komponist, spielt weltweit in Jazzformationen und Ensembles für neue Musik. Zahlreiche Preise und Stipendien.


Art’s Birthday 2016 - dadadadawar,istdadaweg - Konzertmitschnitt vom 17. Januar aus der Schaubühne Lindenfels, Leipzig
2016
00:55:27
Beschreibung

Deutschlandradio Kultur beteiligt sich am „Art’s Birthday 2016“ mit einem Konzert in der Schaubühne Lindenfels, Leipzig.

Unter dem Motto „100 Jahre Dada“ feiern zeitgenössische Klangkünstler die Aktualität der Kunstströmung, die 1916 in Zürich begann.                                                                                                                           

Michael Wertmüller (Schlagzeug), Michael Lentz (Text, Stimme, Saxophon) und Gunnar Geisse (Gitarre & Elektronik) greifen die sprachliche und gedankliche Wucht des Dadaismus auf. Wertmüller ist bekannt für sein hochenergetisches und gleichzeitig präzises Schlagzeugspiel. Er trifft für das Konzert erstmals auf den Lautpoeten und Schriftsteller Michael Lentz, dessen musikalische Textkompositionen nicht zuletzt in der radikal verspielten Dadalyrik wurzeln. Ergänzt wird die Konstellation durch den Gitarristen und Komponisten Gunnar Geisse.             

                                                                                                                                                                                                              Stimme und Saxophon: Michael Lentz
Laptop Guitar:  Gunnar Geisse
Schlagzeug: Michael Wertmüller

Texte von Michael Lentz, Raoul Hausmann, Kurt Schwitters und Tom Johnson
Ton: Uwe Lauschke und Thomas Monnerjahn

Deutschlandradio
FURUDATE, Tetsuo

(Japanisch)

Tetsuo Furudate, 1958 geboren, lebt in Tokio und zählt zu den interessantesten Komponisten und Musikern der NOISE-Bewegung mit zahlreichen Konzerten auch in Europa. „Das Gehör des Mr. Roderick Usher“ (DLR Berlin 2004) wurde vom Dresdner Wettbewerb „Blaue Brücke“ ausgezeichnet.


KLEIN, Georg

(Deutsch)

Georg Klein, geboren 1964 in Öhringen, lebt als Komponist und Klangkünstler in Berlin. Er wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderen erhielt er 1999 den Gustav-Mahler-Kompositionspreis und 2002 den Deutschen Klangkunstpreis.


Art’s Birthday – 06 Dadayama CD1/ CD2
2006
00:51:51
Beschreibung

Am 17. Januar feierte die Ars Acustica Gruppe der European Broadcasting Union den 1.000043. Art’s Birthday, den Geburtstag der Kunst, und gleichzeitig das 90. Jubiläum des Dadaismus. Unter dem Motto TransDADA Express vernetzten sich über Satellit zahlreiche Klangkünstler und Radiosender zu einer internationalen Geburtstagsparty. Die Klangkunstredaktion von Deutschlandradio Kultur gratulierte mit einer Liveveranstaltung aus dem TESLA in Berlin. Dafür erhielten Tetsuo Furudate und Georg Klein den Auftrag, sich auf ihre Weise mit dem Erbe des Dadaismus auseinanderzusetzen: DADAyama.Marcus Gammel stellt in dieser Kurzfassung die Höhepunkte des Livekonzerts vom 17. Januar 2006 vor.

Tags
jajaja, Hommage, art's birthday
Deutschlandradio
1313712000
GAMMEL, Marcus

(Deutsch)

Marcus Gammel, geboren 1975 in Bremen, studierte Musikwissenschaft, Literatur und Philosophie in Berlin, Paris und New York. Freie Arbeiten als Radiomacher, Dramaturg und Musikjournalist. Seit 2009 betreut er den Klangkunst-Sendeplatz von Deutschlandradio Kultur. Prix Phonurgia Nova 2005 für "Europas Wahn" (mit Viktoria Tkaczyk).


Art’s Birthday. 1.000.042 Samples für die Kunst
2005
00:46:15
Beschreibung

An einem 17. Januar vor einer Million Jahren ließ jemand einen trockenen Schwamm in einen Wassereimer fallen. Die Kunst war geboren. Das behauptete zumindest der Fluxuskünstler Robert Filliou anno 1963. Seither zelebrieren Künstler und Kunstliebhaber auf der ganzen Welt regelmäßig am 17. Januar den Geburtstag der Kunst. Zum diesjährigen „Art’s Birthday“ vernetzte die Ars Acustica Group der European Broadcasting Union zahlreiche Klangkünstler und Radiosender des ganzen Kontinents, um mit der Kunst hineinzufeiern in ihr 1000042. Jubiläum. Die Hörspielwerkstatt im DeutschlandRadio Berlin gratuliert nachträglich mit einem Remix der Festlichkeiten. Dafür zerlegte Marcus Gammel gemeinsam mit Lutz Pahl das Klangmaterial in Einzelteile von jeweils 1.000.042 samples. Diese Blöcke, bzw. ganzzahlige Vielfache oder Teiler davon, dienten als Grundbausteine für die Komposition. Ihre Anordnung folgt weitgehend dem Konzept des Autrisme, das Robert Filliou in den 60er Jahren aufgestellt hat: „Egal was tu grade tust, tue etwas anderes!“

Tags
art's birthday
Deutschlandradio
1313712000
BAGHDASSARIANS, Serge

(Deutsch)

Serge Baghdassarians, geboren 1972 in Fürth, und Boris Baltschun, geboren 1974 in Bremen, leben und arbeiten als Musiker und Künstler in Berlin. Sie kooperieren seit über zehn Jahren und haben ihre Arbeiten u.a. bei den Donaueschinger Musiktagen, in der Diapason Gallery, New York, dem Moderna Museet in Stockholm und dem Bridge in Osaka gezeigt.


BALTSCHUN, Boris

(Deutsch)

Boris Baltschun, geboren 1974 in Bremen, und Serge Baghdassarians, geboren 1972 in Fürth, leben und arbeiten als Musiker und Künstler in Berlin. Sie kooperieren seit über zehn Jahren und haben ihre Arbeiten u.a. bei den Donaueschinger Musiktagen, in der Diapason Gallery, New York, dem Moderna Museet in Stockholm und dem Bridge in Osaka gezeigt.


Audioguide
2010
00:44:39
Beschreibung

„Ich bring mal eben den Müll runter.“ – Ein alltäglicher Akt steht unter Beobachtung, gerät dabei in den Hintergrund und verschwindet. An seine Stelle tritt ein akustischer, artifizieller Parcours, immer wieder durchlaufen. Die Erkundung basiert auf Spekulationen. Die Orientierung geht über Bord.Serge Baghdassarians und Boris Baltschun lösen wohlbekannte akustische Räume mit Hilfe ihrer Mikrofone in Einzelteile auf. Akustische Details definieren eine scheinbar logische Abfolge, werden aus ihrer Umgebung extrahiert und beginnen, sich zu verselbständigen. Eine Chronolgie kippt in schizophone Szenerien.„Gehen bedeutet, den Ort zu verfehlen.“ (Michel De Certeau)

Deutschlandradio
1313712000
HARTMAN, Hanna

(Schwedisch)

Hanna Hartman, geboren in Schweden, lebt und arbeitet in Berlin. Studium der Theater- und Literaturwissenschaft an den Universitäten Uppsala und Stockholm, sowie Radio und Interactive Media am DI und Elektroakustische Musik am EMS in Stockholm.

Zahlreiche Auszeichnungen, zum Beispiel Prix Europa (1998), Karl-Szcuka-Preis (2005), Prix Phonurgia Nova (2006), Swedish Music Publishers' Annual Award (2007) und Rosenbergpriset (2011).


Auf’s Glatteis – Sonic Arts Lounge 04
2004
00:00:00
Beschreibung

Die Arbeit „Auf’s Glatteis“ von Hanna Hartman zeigt, wie man mit nur einer Kochplatte und ein bisschen Eis unbekannte Geräusche und unerwartete Klänge erzeugen kann.

Tags
vulnerable, Transformation, fridge
Deutschlandradio
1313712000
CONCARI, Sheila

(Italienisch)

Sheila Concari hat bildende Kunst und Gesang in Italien studiert, lebt und arbeitet heute als Komponistin, Lyrikerin und Klangkünstlerin in Paris und Como. In ihren mehrsprachigen Arbeiten, die um Grenzbereiche der Psyche kreisen, steht meist die Stimme im Zentrum elektroakustisch transformiert. Ihre Werke wurden weltweit gesendet und bei Festivals aufgeführt. 2004 war sie Finalistin beim Prix Italia.


Bad Children
2008
00:34:39
Beschreibung

„Kindheit als ein schwarzer Spiegel, aus dem traumgleich Wesen eines verborgenen Lebens auftauchen, visionäre Wesen, ‚die bösen Kinder’ genannt, weil sie sehen, was niemand sonst sehen kann. Sie machen das Leben zur Hölle, weil sie alles vorhersehen und nichts vergessen. Die Komposition ist als Suite strukturiert. In jedem Satz erzählen die Kinderstimmen verschiedene Geschichten in einer kryptischen und doch verständlichen Sprache. Schwarzes Theater, in dem die Szenerie kommt und geht und Sounds und Stimmen wie Visionen aus dem Dunkel erscheinen.“ (Sheila Concari).

Deutschlandradio
1313712000
GIANNOTTI, Stefano

(Italienisch)

Stefano Giannotti, geboren 1963 in Lucca, Toscana.
Seit 1989 Radiokompositionen und Hörstücke, die mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden.
Für "Geologica" erhielt er zum zweiten Mal den Karl-Sczuka-Preis des SWR (bereits 2002 für „Il tempo cambia“).


Battaglia navale – Schiffe versenken
2000
00:46:33
Beschreibung

Die mediale Welt wird immer brutaler und tabu-loser. Verglichen mit dem Angebot bei Computerspielen oder im Kino und Fernsehen, mutet das alte Spiel „Schiffe versenken“ harmlos an, bei dem Kinder „gefährliche“ Kampfgeräusche imitieren. Stefano Giannotti hat die Struktur des „Schiffe-Versenkens“ als Grundlage für eine Komposition genommen, die von wirklicher Brutalität erzählt, von Chaos, Krieg, erbarmungsloser Zerstörung: eine Klangkomposition über das Thema Macht. Die Töne für dieses Stück kommen aus verschiedenen Genres, aus der Politik - früher und heute, sowie aus unserer Medienumwelt. Die imaginären Mitspieler tippen siegeshungrig, aber wahllos ihre Koordinaten, doch bei Giannotti verlieren sie alle. ...Treffer!

Tags
Zerstörung, schwarz, harte Fakten
Deutschlandradio
1395360000
JOVANOVIC, Arsenije

(Serbisch)

Arsenije Jovanovic, geboren 1932 in Belgrad, arbeitet seit den 1960er Jahren als Komponist, Fotograf, Schriftsteller, Audiokünstler und Regisseur in Theater, Radio und TV. Seine Audio-Art-Stücke wurden mehrfach auf Radiofestivals ausgezeichnet, u.a. Prix Italia, Premio ondas (Spanien), Acustica international (WDR), Grand Prix (Rust), Bienalderadio (Mexico City). Außerdem wurden Werke von ihm für Film-Soundtracks ausgewählt, u.a. in Filmen von Terrence Malick.


Birds in Rifle Barrels
2005
00:47:05
Beschreibung

Eintrag im Logbuch am 5. Oktober 1991. Ort: weit draußen in der Adria auf einem Segelboot. Zeit: 7.30 Uhr, mitten im Balkan-Krieg. Ein Komponist und ein Deserteur steuern ihr Boot über die nahezu unbewegte See, als plötzlich ein kleiner Vogel scheinbar aus dem Nichts vom Himmel herabfällt, sich direkt neben den Seglern niederlässt und einschläft. Ein magischer Moment – nun sind sie zu dritt an Bord und scheinen alle dasselbe Ziel zu haben: dem Krieg, den Grenzen, dem menschlichen Wahnsinn zu entfliehen. Der passionierte Segler und Komponist Arsenije Jovanovič hat diesen Moment persönlich erlebt und die Erinnerung daran in dieser Klangkomposition festgehalten.

Tags
Flucht, boat, aus der Luft
Deutschlandradio
1313712000
HARTMAN, Hanna

(Schwedisch)

Hanna Hartman, geboren in Schweden, lebt und arbeitet in Berlin. Studium der Theater- und Literaturwissenschaft an den Universitäten Uppsala und Stockholm, sowie Radio und Interactive Media am DI und Elektroakustische Musik am EMS in Stockholm.

Zahlreiche Auszeichnungen, zum Beispiel Prix Europa (1998), Karl-Szcuka-Preis (2005), Prix Phonurgia Nova (2006), Swedish Music Publishers' Annual Award (2007) und Rosenbergpriset (2011).


Black Bat (Turgor)
2014
00:07:44
Beschreibung

A study of smashes - and maybe some splashes ...

Deutschlandradio
YENCKEN, Andrew

(Australisch)

Andrew Yencken, geboren 1963 in Australien, ist Komponist, Schriftsteller und Produzent von Tanz-, Theater- und Filmprojekten. Er lebt in Melbourne. Für „Boats of Paper“ reiste er von 1999-2000 durch Braslien.


Boats of Paper
2000
00:20:46
Beschreibung

Eine „Reise auf Papier“: Der lange Weg von Australien nach Brasilien, zurückgelegt in Briefen. Zwei fern voneinander liegende Länder, zwei Sprachen, die sich fremd sind, werden hörbar, nähern sich an und tanzen miteinander. Die Phantasie der „papiernen Boote“ erschafft einen Ort, an dem Sprache, Töne und Bilder miteinander umgehen, ohne kulturelle oder politische Grenzen passieren zu müssen. Es entsteht eine „Terra Incognita“, befreit von logischen Zeit- und Raumangaben, in der Poesie und Lieder zu sinnlicher und musikalischer Kommunikation werden.

Deutschlandradio
1313712000
BAGHDASSARIANS, Serge

(Deutsch)

Serge Baghdassarians, geboren 1972 in Fürth, und Boris Baltschun, geboren 1974 in Bremen, leben und arbeiten als Musiker und Künstler in Berlin. Sie kooperieren seit über zehn Jahren und haben ihre Arbeiten u.a. bei den Donaueschinger Musiktagen, in der Diapason Gallery, New York, dem Moderna Museet in Stockholm und dem Bridge in Osaka gezeigt.


BALTSCHUN, Boris

(Deutsch)

Boris Baltschun, geboren 1974 in Bremen, und Serge Baghdassarians, geboren 1972 in Fürth, leben und arbeiten als Musiker und Künstler in Berlin. Sie kooperieren seit über zehn Jahren und haben ihre Arbeiten u.a. bei den Donaueschinger Musiktagen, in der Diapason Gallery, New York, dem Moderna Museet in Stockholm und dem Bridge in Osaka gezeigt.


Bodybuilding
2011
00:55:51
Beschreibung

Largo do Guimaraes, ein dreischenkeliger Platz inmitten von Rio de Janeiro. Ein imaginierter Körper, dessen Profil im Zuge muskelaufbauender Maßnahmen langsam modelliert wird. Serge Baghdassarians und Boris Baltschun unterwerfen den Namen, die Architektur und die akustische Erscheinung des Platzes einer klanglichen Triangulation. Am Ende ihres akustischen Trainings steht ein Platz in Idealform, ein artifizieller Klang-Körper, der Fremdes verfremdet und dadurch seltsam vertraut erscheint.

Deutschlandradio
PASCOAL, Hermeto

(Brasilianisch)

Hermeto Pascoal, 1936 in Lagoa de Canoa (Brasilien) geboren, ist einer der populärsten und avantgardistischsten Komponisten, Multiinstrumentalisten und Klangkünstler Brasiliens.


Brasil Universo
1998
00:45:11
Beschreibung

Die Komposition ist eine akustische Reise in das Herz Brasiliens. Sie umfaßt charakteristische Klänge der Stadt Rio de Janeiro ebenso wie menschliche und tierische Stimmen und Musik. Dabei steht für Hermeto Pascoal weniger die inhaltliche Bedeutung von Texten oder Worten im Mittelpunkt, als vielmehr die akustische Variationsmöglichkeit des Klangmaterials. Seine Kompositionen zeichnen sich durch eine große Experimentierfreudigkeit aus: So verbindet er den Klang von konventionellen Instrumenten z.B. mit den Klängen von Pfannen und Töpfen, Tierlauten und der menschlichen Stimme

Tags
urban, Heimat, cultural
Deutschlandradio
1313712000
GIANNOTTI, Stefano

(Italienisch)

Stefano Giannotti, geboren 1963 in Lucca, Toscana.
Seit 1989 Radiokompositionen und Hörstücke, die mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden.
Für "Geologica" erhielt er zum zweiten Mal den Karl-Sczuka-Preis des SWR (bereits 2002 für „Il tempo cambia“).


Bürotifulcrazy
2014
00:45:14
Beschreibung

Im Klanglaboratorium des Musikers und Komponisten Stefano Giannotti herrscht strikte Ordnung. Ein Schwein klingt wie ein Schwein, ein Drucker wie ein Drucker. Doch da entgleiten dem Komponisten die eigenen Klanggebilde und beginnen zu wuchern. Tiere werden zu Maschinen und umgekehrt.
Akustische Bürokratie als Gratwanderung: Zwischen Struktur und Chaos, ursprünglicher  Klangform und überbordender Soundkaskade. Komposition trifft Autopoiesis.
Am Ende schließt sich der Kreis von selbst, und ›Bürotifulcrazy‹ führt den Hörer durch orchestrale Klanglandschaften und Textcollagen zurück zur Form an sich.
»Könnte Bürokratie schön sein? Können wir ohne Bürokratie überhaupt leben?« (Stefano Giannotti)


Mitwirkende: Ilka Teichmüller, Stefano Giannotti, Mariola Krajczewska, Matilde Giannotti, Petra Winkler

Ensemble OTEME - OSSERVATORIO DELLE TERRE EMERSE

 Valeria Marzocchi: Flöten
 Nicola Bimbi: Oboe, Englisch Horn
 Lorenzo Del Pecchia: Klarinette
 Leonardo Percival Paoli: Fagott
 Maicol Pucci: Trompete
 Valentina Cinquini: Harfe

STREICHER DES SCUOLA DI MUSICA SINFONIA ORCHESTRA

 Sara Fanucci, Diana Gaci Scaletti, Nicoletta Olivati, Sofia Cesaretti,
 Gianluca Chelini, Andrea del Gratta: Violine
 Angela Landi:  Solo-Violine
 Rachele Nucci, Lorenzo Phelan: Cello

Deutschlandradio
BUTZMANN, Frieder

(Deutsch)

Frieder Butzmann, geboren 1954 in Konstanz, ist Komponist, Musiker, Klang- und Performancekünstler sowie Autor für Feature und Hörspiel. Lebt in Berlin. Er sammelt Töne, Musiken, Geräusche und Eindrücke, weiß aber meistens nicht, ob er daraus Musikstücke, Filmmusiken, Vorträge, Hörspiele oder ganze Opern machen soll. Er spreizt, kürzt und transponiert unermüdlich analoge und digitale Tonaufnahmen bis zur Unkenntlichkeit.


Burtt’s Family Combo
2011
00:50:17
Beschreibung

Ohne ihn hätte E.T. nicht telefonieren können, Luke Skywalkers Laserschwert hätte nicht gebrummt und "Wall-E" wäre durch eine stumme Zukunft gezogen: Ben Burtt gehört zu den Altmeistern des cineastischen Sound-Designs.

Ganze Familien von seltsamen Kreaturen hat er in den letzten 30 Jahren zum Leben erweckt.

Der Berliner Komponist und Krachmacher Frieder Butzmann legt nun die Spuren dieses Lebens frei wie die Fossilien einer versunkenen Welt. Er präpariert sie heraus aus dem Bedeutungsgeröll und hinein in einen eigenen Spielraum.

Dort entspinnen sich kleine Szenen, Dramen und Symphonien zwischen den unterschiedlichsten Geschöpfen. Düsenschlitten, Außerirdische und Naturkatastrophen entfalten ihr klingendes Eigenleben.

Deutschlandradio
AUINGER, Sam

(Österreichisch)

Sam Auinger, geboren 1956, lebt und arbeitet als Komponist in Berlin und Linz. Er beschäftigt sich mit Komposition, Installation, Computermusik, Sounddesign und Psychoakustik. Langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Bruce Odland (O+A), dem Bassisten und Komponisten Hannes Strobl (tamtam) und dem Architekten Dietmar Offenhuber (Stadtmusik).

Sam Auinger erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, unter anderem den Kulturpreis der Stadt Linz, 2002, und den SKE Publicity Preis, 2007. 1997 war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, 2008/2009 war er Stipendiat an der Cité International des Arts in Paris and 2010 wurde er "Stadtklangkünstler Bonn 2010". 2012 erhielt er zusammen mit Bruce Odland (O+A) eine honorable mention beim Prix Ars Electronica 2012.

Neben seiner künstlerischen Tätiggkeit ist er seit 2009 Gastprofessor für ‚experimentelle Klanggestaltung’ im Masterstudiengang ‚Soundstudies’ an der UdK Berlin.

 

 


CUSACK, Peter

(Englisch)

Peter Cusack, geboren 1948, lebt in London als Radiomacher, Musiker und Dozent. Arbeiten zur Wirkung von Stimme, Ton, Klang und Musik im öffentlichen Raum.


ODLAND, Bruce

(Amerikanisch)

Bruce Odland ist Komponist und Klangkünstler.
Er ist bekannt für seine großformatigen Klanginstallationen im öffentlichen Raum, die Stadtgeräusche in Echtzeit in Harmonie verwandeln. Honorable Mention zusammen mit Sam Auginger (O+A) beim Prix Ars Electronica 2012 für "Sonic Vista".


LUNCKE, Stella und SCHÄFERS, Josef Maria

(Deutsch)

Stella Luncke und Josef Maria Schäfers leben und arbeiten zusammen in Berlin. Seit 2000 entstanden verschiedene Radiofeatures und Hörspiele für ARD-Anstalten. In ihrer Arbeit interessiert sie besonders die Mischung von Fiktion und Wirklichkeit.


CHATTOPADHYAY, Budhaditya

(Indisch)

Budhaditya Chattopadhyay ist Klangkünstler und Komponist, der sich hauptsächlich mit experimenteller Musik und elektroakustischer Komposition beschäftigt, basierend auf digitaler Manipulation und Mehrkanal-Verräumlichung von Klängen für Installationen und Live Performances.
Budhaditya studierte Kinematografie mit Schwerpunkt Audiografie an der Nationalen Film-Hochschule SRFT in Indien, und erwarb den Master of Arts (Neue Medien) mit Schwerpunkt Klangkunst von der Universität Aarhus, Dänemark.
Seit seinem Studium an der Film-Hochschule hat er sich mit experimenteller Musik und sonic arts beschäftigt; seine Werke wurden vielfach veröffentlicht und aufgeführt.
Zur Zeit arbeitet er an einer Doktorarbeit an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Kopenhagen zum Thema Klang im indischen Film.


STROBL, Hannes

(Österreichisch)

Hannes Strobl, Bassist unf Komponist, geboren 1966, lebt in Berlin. Ausgangspunkt seiner Musik ist das klangbasierte Potential am elektrischen Bass. Schwerpunkt der Arbeit am Instrument sowie der kompositorischen Tätigkeit, liegt in den letzten Jahren vor allem bei musikalischen Ausdrucksformen vor dem Hintergrund der urbanen Lautsphäre. Sam Auinger und Hannes Strobl arbeiten unter dem Duo-Namen TAMTAMCLUB gemeinsam.


Cage100 - Slouch Hat Comeback 1
2012
58:00
Beschreibung

Seinen ersten großen Kompositionsauftrag erhielt John Cage im Jahr 1942 für eine Hörspielmusik: ›The City Wears a Slouch Hat‹ (›Die Stadt trägt Schlapphut‹) ist ein Text des Beat-Poeten Kenneth Patchen. Der lässt eine allwissende, allmächtige Figur namens ›The Voice‹ durch die Straßen von Chicago wandern.
Cage entwarf eine ambitionierte Partitur für Großstadtgeräusche und elektronische Klänge - nur um wenige Tage vor der Ausstrahlung eine herbe Abfuhr zu erhalten: Seine Vorstellungen seien nicht realisierbar, hieß es im Columbia Broadcasting Studio, und so schrieb Cage in aller Eile eine Ersatzkomposition.
Das ursprüngliche Manuskript ist verschollen, gibt aber immer wieder Anlass zu Spekulationen: Cage könnte hier den Grundstein für seine spätere Arbeit mit Stille und Zufall gelegt haben.
Im Auftrag von Deutschlandradio Kultur imaginieren sieben Audiokünstler der Gegenwart den Weg von ›The Voice‹ durch Städte wie New York, Berlin und Bangalore.

1. Vorübergehend aufgenommen
von Stella Luncke und Josef Maria Schäfers
Stimme: Katia Guedes und Günter Papendell
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012
Länge: variabel / Sendelänge: 7’23

2. Will we miss the planes when they are gone?
von Peter Cusack
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012
Länge: 9’43

3. Cityhack Alexanderplatz
von Sam Auinger / Bruce Odland
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012
Länge: 8’31

4. Tokyo Tanka
von Hannes Strobl
Produktion: Autorenproduktion 2012
Länge: 7’40

In Zusammenarbeit mit Sam Auinger im Projekt "tamtam" entwickelte sich durch die Beschäftigung mit der urbanen Lautsphäre eine eigene musikalische Sprache, welche in diesem Stück ihren Ausdruck findet.

Ausgangsmaterial für das Stück "tokyo tanka" ist eine Audioaufnahme einer Straßenkreuzung im Stadtteil Ikebukuro (Tokyo) aus dem Jahre 2009. Bedingt durch die Ampelschaltung entsteht ein klangliches Muster, das von einem wellenartigen Verlauf geprägt ist.  

5. Eye Contact With the City
von Budhaditya Chattopadhyay
Produktion: Autorenproduktion 2012
Länge: 9’59

Deutschlandradio
1342915200
GIANNOTTI, Stefano

(Italienisch)

Stefano Giannotti, geboren 1963 in Lucca, Toscana.
Seit 1989 Radiokompositionen und Hörstücke, die mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden.
Für "Geologica" erhielt er zum zweiten Mal den Karl-Sczuka-Preis des SWR (bereits 2002 für „Il tempo cambia“).


Calendario – Klänge für 12 Monate
2002
00:49:02
Beschreibung

Dieses Hörstück ist der dritte Teil einer Trilogie, mit der Stefano Giannotti 1999 begann. „Fine del Messaggio“ (DLR 1999) setzt sich mit Kommunikation auseinander, „Battaglia Navale“ (DLR 2000) beschäftigt sich mit den Themen Macht und Gewalt. Die Komposition „Calendario“ widmet sich nun der Zeit und den Zeitzeugnissen.„Die Protagonisten von Calendario könnten eigentlich die Überlebenden der letzten Schlacht in ‘Battaglia Navale’ sein, die auf einem einsamen Berg Schutz gesucht haben und von dort aus der nachfolgenden Generation etwas hinterlassen wollen.“ (S. Giannotti)„Calendario“ notiert auf musikalische Weise Ereignisse, die die Menschheit geprägt, schockiert oder erfreut haben: Verdis Geburtstag, die Bombe von Hiroshima, der erste Geburtstagskuchen, der erste Schritt auf dem Mond...

Tags
Zeit, harte Fakten, Augenblick
Deutschlandradio
1313712000
NALEPPA, Götz

(Deutsch)

Götz Naleppa, 1943 geboren, Regisseur, Medienkünstler, Übersetzer und Autor, war bis Dezember 2008 Redakteur für Klangkunst bei Deutschlandradio Kultur. Weit über 100 Hörspielinszenierungen, Arbeiten für Theater und Oper. Eigene Klangkunstarbeit seit 1983. Zahlreiche Preise für Hörspielinszenierungen (Prix Europa, Prix Marulic,"Gold Award" des New York Festivals 2008, Prix Italia 2009 u.a.).


Cantus Apium
2013
00:40:12
Beschreibung

An einem Maitag im Westerwald hat der Klangkünstler Götz Naleppa 15 Bienenvölker akustisch aufgenommen. Der ›Gesang der Bienen‹ bildet im Laufe des Tages ein Crescendo: Vom frühen Morgen (wenige, vereinzelte Bienen) über den Flug der Drohnen (tiefe Frequenzen) bis hin zum Höhepunkt am Mittag. Roter Faden der Komposition ist ein Text über die Bienen aus Vergils ›Georgica‹. Dazwischen streut Götz Naleppa sieben musikalische Variationen aus Bienengesang. Er spannt einen Bogen von der Vergilschen Idylle des Bienenstaates über die Kriegstänze der Drohnen bis hin zum aktuellen Bienensterben.
Es galt im »Chaos tausender gleichzeitiger Sounds Strukturen zu finden, Frequenzen herauszufiltern, Rhythmuselemente zu entdecken – Muster und ›Schönheit‹ hörbar zu machen«. (Götz Naleppa)

Deutschlandradio
BABA-ALI, Younes

(Marokko)

Younes Baba-Ali wurde 1986 in Oujda, Marokko geboren.
Nach Absolvierung der Ecole Supérieure des Arts Décoratifs de Strasbourg im Jahr 2008, und der Ecole Supérieure d'Art d'Aix-en-Provence im Jahr 2011, wurde ihm vor kurzem während der Dak'Art 2012, der 10. Biennale zeitgenössischer afrikanischer Kunst, der "Léopold Sédar Senghor" Preis verliehen. Er nahm an mehreren internationalen Ausstellungen und Biennalen teil u.a. "Not a group show", Arte Contemporanea Gallery, Brüssel (Be), "L'MAR9A", Voice Galerie, Marrakesch (Ma); "Traduction, Tradition, trahison", Le Cube, Rabat (Ma); "Travail, mode d'emploi", Zentrum für zeitgenössische Kunst, Brüssel (Be); "Transaction Complete", Fama Gallery, Verona (It); "Arrivi e Partenze", Mole Vanvitelliana, Ancona (It); "Dak'Art", 10th Biennale zeitgenössischer afrikanischer Kunst, Dakar (Sn); "A5x2", MAAC, Brüssel (Be); "Regionale 12", Haus für elektronische Künste, Basel (Ch); "Higher Atlas", 4. Biennale von Marrakesch (Ma); "BJCEM" Bienniale, Thessaloniki (Gr); "WRO 09" New Media Art Biennal, Wroclaw (Pl); "Taverna Especial", Sketch Gallery, London (UK); "Brick & Mortar International Video Art Festival", Greenfield (USA); "Loop" Video Art Festival, Barcelona (Es); "3 days exhibition concept", CEAAC, Straßburg (Fr); "No Signal Found", Arte Contemporanea Gallery, Brüssel (Be); "Flowers, Animals, Urbans, Machines", Appartement 22, Rabat (Ma) und "Desencuentros", Sabrina Amrani Art Gallery", Madrid (Es).


RAIMONDO, Anna

(Italien)

Anna Raimondo wurde 1981 in Neapel, Italien geboren. Sie absolvierte die MA Sound Arts mit Auszeichnung im Jahre 2012 am London College of Communication (University of the Arts London). Seitdem nahm sie an mehreren internationalen Ausstellungen und Festivals teil, u.a. am Festival "Espace (Im)Media" im Sporobole Art Center in Shorebrooke (CA), der kollektiven Klangausstellung "Dirty Ear", von Brandon LaBelle bei "Errant Bodies" während der "Transmediale" in 2013 (Berlin) organisiert, sowie am "Paraphrasing Babel" in Maastricht, beim "Nouzah Fenia – Festival de Casablanca" kuratiert von Geraldine Paoli in 2012, u.a.. Ihre radiophone Arbeiten wurden international übertragen (Kunst Radio in Wien, Deutschlandkultur in Berlin, Resonance fm in London, Arte Radio, Mobile Radio Bsp, Radio Grenouille und viele mehr).
Ihre kuratorischen Projekte konzentrieren sich hauptsächlich auf Klang- und Radiokunst und wurden in verschiedenen Orten dargestellt, darunter auch in der "V&A Museum" (London) und "Le Cube-Independent Art Room" (Rabat). Zusammen mit dem Künstler Younes Baba-Ali ist sie Mitgestalterin der Radio- und Klangkunst-Plattform Saout Radio mit Sitz in Marokko. Ebenfalls hat sie mit Amélie Agut "Echoes" initiiert, ein pädagogisches und künstlerisches Projekt über Radiokunst und akustische Erinnerungen.

Saout Radio ist eine im Aufbau befindliche Internet-Plattform für arabische und afrikanische Klang- und Radiokunst. Es wurde 2012 von Younes Baba Ali und Anna Raimondo in Rabat gegründet.


Carroussa Sonore
2013
51:53
Beschreibung

Auf einem zusammengeschusterten Karren ist eine Stereoanlage befestigt. Aus den Lautsprechern schallen Koranverse und islamische Musik: So zieht die Carroussa durch die Straßen Marokkos.
Diese Form von mobilem Radio inspirierte den Künstler und Kurator Younes Baba-Ali zu einem ungewöhnlichen Projekt: Im Juni 2012 fuhr seine ›Carroussa Sonore‹ durch Rabat, beladen mit experimenteller Musik, radiophonen Hörstücken, Soundscapes und Textkompositionen.
Der Karren zieht eine Tonspur hinter sich her, die sich rasch im Straßenstaub verliert. Für einen kurzen Moment legt die ›Carroussa Sonore‹ eine bisher unbekannte Kartografie der Stadt an. Younes Baba-Ali und Anna Raimondo zeichnen ihre Wege für das Radio nach.

Deutschlandradio
WEIS, Ward

(Belgisch)

Ward Weis, geboren 1956 in Antwerpen, ist Filmemacher, Toningenieur, Klangkünstler und Bildender Künstler.
Seine neuesten Projekte versteht er als Ergründung der Grenzen von verschiedenen medialen und künstlerischen Objekten, Bereichen und Ausdrucksformen wie Radio, Musik, Theater, Tanz, Video, Film u. a.


Cartoons oder: Das Raunen der Erde
2000
00:52:00
Beschreibung

Der belgische Komponist und Radiokünstler Ward Weis beschreibt seine Klangkompositionen als „Cartoons“. Seine Bilder sind aus vielen kleinen Fragmenten zusammengebaut, die der eigenen Feder entstammen und frei erfunden sind. „So ist es möglich, unwahrscheinliche Dinge zu kreieren, die Wirklichkeit kann durch alle erdenklichen Ideen in Frage gestellt werden.“ (Ward Weis)Weis’ Sound-Cartoons erzählen Geschichten. Dabei fängt er Geräusche von Landschaften und Städten auf, besucht Tiere in der Nacht oder horcht in stählerne Bauwerke hinein.Der Autor hat für diese Sendung Auszüge aus älteren und neuen Arbeiten zusammengestellt, um sich erstmalig dem deutschen Radiopublikum vorzustellen.

Deutschlandradio
1311033600
HUBER, Rupert

(Österreichisch)

Rupert Huber, 1967 in Baden/Österreich geboren, lebt in Wien. Er ist Komponist, Musiker und Medienkünstler. Er wurde wiederholt ausgezeichnet, unter anderem 1995 und 2002 beim Ars Electronica Festival.


Censoratorium
2000
00:42:29
Beschreibung

Zur sogenannten Terrorbekämpfung werden weltweit Telefon-, Fax- und E mailverbindungen mittels multilingualer Spracherkennungsprogramme nach verdächtigen „Reizworten“ abgesucht.Rupert Huber durchleuchtet seinerseits das Phänomen „Zensur“, deren Charakter sich im Verlauf des Stückes vom konkreten Verbot in einen ängstlich um sich schlagenden Kampfapparat verwandelt.So muss der Reizwortkatalog, einst aus der Befürchtung möglicher Konsequenzen erstellt, unaufhörlich wachsen, da Umschreibungen und Synonyme zu Hilfe genommen werden. Schlussendlich ist alles verboten und der Zensor sich selbst verdächtig.

Tags
Twist, harte Fakten, forbidden
Deutschlandradio
1313712000
GRENZLAND, Heiner

(Deutsch)

Heiner Grenzland (* 1964) lebt in München und hat Musik und Soziologie studiert. Zwischen 1997 und 2008 produzierte er zahlreiche Radiofeatures (z. B. „Was Mozart mit Michael Jackson verbindet“ oder Techno – auf der Spur zu Bach“ oder „Cyber Emotion“) sowie Hörspiele und RadioArt Stücke wie z. B. „Deadline“ (BR 1997), „trunken zerebral“ (SFB/ORF/ODR 2001) und „Chat Lines“ (DLR 2002) oder „Making of …“ oder die „RadioEtüden“ (DLF 2004) Zuletzt wurde sein Hörspiel „Tsunami über Deutschland“ (RBB 2008) veröffentlicht.


Chat Lines
2002
00:52:51
Beschreibung

Sphex, Anfang 20, trifft in einem Chatroom Sunshine, Schülerin und 17 Jahre alt. Sie flirten, doch dann taucht Sunshine wieder in den Cybercosmos ab. Zum Glück ist im Partyroom gerade der Bär los, Sphex mischt sich unter die illustren Gäste... Mit ihm taucht der Hörer in den anarchischen Float der Internet-Chatrooms ein und begegnet einer oszillierenden Wort-Klang-Welt. In Anlehnung an die mittelalterliche musikalische Form des Motetus, der verschiedene Texte, Melodien, Sprachen und Rhythmen gleichzeitig verwendet, wird auch im Chat-Klangraum die Summe der unterschiedlichen Kommunikationsformen zum Klangerlebnis. Unter der chaotischen Oberfläche liegen Dialoge, kleine Geschichten, Wahrheiten und Lügen verborgen. Heiner Grenzland spürt ihnen nach und lotet den Wechsel zwischen Anonymität und Intimität musikalisch aus.

Tags
Grenze, micro-macro, männlich-weiblich, Begegnung
Deutschlandradio
1313712000
HANNES, Tom

(Belgisch)

Tom Hannes, geboren 1970 in Antwerpen, studierte englische Literatur und Malerei. Seit 1993 Regisseur und Autor von Theater- und Hörstücken.


WEIS, Ward

(Belgisch)

Ward Weis, geboren 1956 in Antwerpen, ist Filmemacher, Toningenieur, Klangkünstler und Bildender Künstler.
Seine neuesten Projekte versteht er als Ergründung der Grenzen von verschiedenen medialen und künstlerischen Objekten, Bereichen und Ausdrucksformen wie Radio, Musik, Theater, Tanz, Video, Film u. a.


Chauncecleer – A Medieval Circus on the Canterbury Tales
2001
00:52:06
Beschreibung

John Cage und sein berühmtes Werk „Roaratorio“, die Komposition zu „Finnegans Wake“ von James Joyce, inspirierten Ward Weis zu diesem Hörstück. Literarische Quelle ist der nie vollendete Text des englischen Dichters Geoffrey Chaucer (1340-1400) „The Canterbury Tales“, eine Sammlung von Versnovellen, die von einer Wallfahrt zum Grabe des heiligen Thomas von Canterbury erzählt.Ganz im Sinne des Meisters Cage nähert sich Tom Hannes dem mittelalterlichen englischen Text von Chaucer, spürt in den Worten Klänge, Geräusche, Bilder und Orte auf, um sie in Musik zu setzen.Der Titel „Chauncecleer“ ergibt sich aus der Verbindung mit einem Charakter aus Chaucers Erzählungen „Chauntecleer“: einem Hahn, der seinen bevorstehenden Tod beherzt abwehrt und fürs erste wieder wegschickt...

Tags
Religion, Reise, klingende Geschöpfe
Deutschlandradio
1313712000
HARTMAN, Hanna

(Schwedisch)

Hanna Hartman, geboren in Schweden, lebt und arbeitet in Berlin. Studium der Theater- und Literaturwissenschaft an den Universitäten Uppsala und Stockholm, sowie Radio und Interactive Media am DI und Elektroakustische Musik am EMS in Stockholm.

Zahlreiche Auszeichnungen, zum Beispiel Prix Europa (1998), Karl-Szcuka-Preis (2005), Prix Phonurgia Nova (2006), Swedish Music Publishers' Annual Award (2007) und Rosenbergpriset (2011).


Cikoria
1999
00:35:42
Beschreibung

Hanna Hartman hat für ihre „Geräusche des Monats“ auf vielen Reisen Material gesammelt. Aus den Fundstücken des Jahres 1998/99, die aus Schweden, Rußland, China und Amerika kommen, ist eine Komposition entstanden. Die kleinen Werke sind nie auf den Ort der Aufnahme festgelegt. In Hanna Hartmans Arbeiten entsteht etwas völlig Neues und geographisch Ungebundenes. So wird auch dieses Klangbild aus zum Teil vertrauten Elemente der „Geräusche des Monats“ durch Landschaften, Länder, Städte und Zimmer führen - und doch dem assoziativen Hören einen weiten Raum überlassen.
Die schwedische Klangkomponistin Hanna Hartman erhielt im Jahr 1997 von der Hörspiel-Werkstatt von DeutschlandRadio Berlin den Auftrag, monatlich das sogenannte „Geräusch des Monats“ zu komponieren - eine Art „Füllmusik“ nach unseren Hörspielen bis zu den Nachrichten, eine eigenständige, ca. 5-minütige Geräuschkomposition. Zu unserer Überraschung wurde das ein absoluter „Publikumsrenner“ - zu keinem unserer Stücke erhielten wir so viele begeisterte Nachfragen wie zu diesen Miniaturen. Mit dieser Programmidee erhielt Hanna Hartman im Herbst 1998 den Prix Europa in der Kategorie „Market Place of Ideas“. Damals entstand die Idee, aus dem Klangmaterial der bisherigen Geräusche des Monats eine große, zusammenhängende Klangkomposition zu schaffen - daraus wurde „Cikoria“

Tags
Reise, (k)ein Ort, around the world
Deutschlandradio
1313712000
BEUMER, Isabeella

(Deutsch)

Isabeella Beumer, in Herford geboren, lebt z.Zt. in Düsseldorf. Soundpoetin, Vokalartistin, Komponistin und Autorin. Auf internationalen Bühnen eine Stimme neuer Musik in extremsten Bereichen der Stimme und mit immensem Obertonspektrum.


BORDONI, Isabella

(Italienisch)

Isabella Bordoni, Lyrikerin, Schauspielerin und Komponistin, geboren 1962 in Rimini, gründete 1985 mit Roberto Paci Dalò die Theater-Gruppe „Giardini Pensili“ und wurde durch Live-Performances über Italien hinaus bekannt. „Da wo der Schatten erscheint“ entstand nach der gleichnamigen Performance, die sie in Italien inszenierte.


Circonferenze Kreislinien
2000
00:51:14
Beschreibung

Die Klangkünstler Bordoni und Dalo denken sich einen akustischen Raum, charakterisiert durch die Mitte und ihre (persönliche) Umgebung – einen Kreis. Dieser Raum wird hörbar, indem sie den Spuren von Klängen und Stimmen folgen und sich dabei selbst von der Mitte aus weiter und weiter zur Peripherie bewegen. Der „Aggregatzustand“ dieses Klangbildes bleibt kreisförmig; wie die Welle, die vom Ursprungsort immer weiter fort getragen wird und deren Sinn sich abwechselnd aus dem Original und dem Echo ergibt, aus der Gegenwart und der Erinnerung, aus der Mitte und aus der Kreislinie.

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BHAGWATI, Sandeep

(Indien)

Sandeep Bhagwati, 1963 in Indien geboren, klassisch ausgebildeter Komponist und Entwickler computergestützter Bühnenprojekt. Er lebt und arbeitet in Montreal und Québec in Kanada.


DRAESNER, Ulrike

(Deutsch)

Ulrike Draesner, 1962 geboren, lebt in Berlin als Schriftstellerin, Lyrikerin, Übersetzerin


Cliff!
2004
00:26:45
Beschreibung

In dem Gedicht „Cliff!“ von Ulrike Draesner (Text) geht es um zwei Liebende, die in einer imposanten, aber auch rauen Natur zueinander finden. In der Vortragsweise der Dichterin erreichen ihre geschriebenen Worte die adäquate akustische Form. Rufe und Flüstern, Gesagtes und Gehörtes, Klänge und Bilder verbinden sich zu einer leidenschaftlichen Sprachmusik. Der Komponist Sandeep Bhagwati (Komposition) spürt der Musik in dieser Lyrik nach, greift den Rhythmus der Wortmusik auf und spinnt ihn musikalisch weiter.

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Natur, männlich-weiblich
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LABELLE, Brandon

(Amerikanisch)

Brandon LaBelle, geboren 1969 in den USA, Radiokünstler und Medienwissenschaftler. Klanginstallationen. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Klangkunst und Radiotheorie. Lebt zur Zeit in Berlin und Bergen (Norwegen), wo er an der National Acadamy of the Arts im Bereich New Media unterrichtet


NILSEN, Benny

(Schwedisch)

Benny Nilsen, geboren 1975 in Schweden, tritt als Musiker unter anderem mit Chris Watson, Stilluppsteypa, Fennesz und Hildur Gudnadottir auf. 2007 erhielt sein Stück „Storm“ eine lobende Erwähnung beim Festival Ars Electronica.


Configurations
2009
00:47:20
Beschreibung

Am 16. Januar 2009 konstruierten der Radiokünstler Brandon LaBelle und der Elektronikmusiker Benny Nilsen eine radiofone Versuchsanordnung aus Musik, elektromagnetischen Wellen und menschlichen Körpern: In dem Berliner Club „Maria am Ostbahnhof“ inszenierten sie eine „stumme Disko“, bei der die Tanzmusik nur über drahtlose Kopfhörer zu hören war. Die Tanzfläche des Clubs hatten sie zuvor mit einer Reihe von Mikrofonen präpariert, so dass die Geräusche der tanzenden Körper aufgenommen, weiterverarbeitet und in den Raum zurückgespielt werden konnten. Aus dem so entstandenen Material haben LaBelle und Nilsen nun eine radiophone Performance-Lecture über virtuelle Klänge und physische Kontrolle geschaffen.

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Tanz, stumm, Korpus, Forschergeist
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KORN, Christoph

(Deutsch)

Christoph Korn, 1965 geboren, ist Musiker, Komponist, Co-Kurator von „pol“, Festival Neue Musik und Dozent für Ästhetik und Improvisation an der University of Applied Sciences, Frankfurt. Preise: 2005 Auszeichnung beim internationalen Wettbewerb für radiophone Klangkunst Phonurgia Nova (Arles/Frankreich) für die Audio Arbeit Volkslied 2008 Phonurgia Nova Award in der Kategorie Intermedia für series invisible zusammen mit Lasse-Marc Riek 2009 Prix Ars Electronica, Honorary Mention (Digital Musics) für die intermediale Arbeit "Waldstueck"


Consolamini
2006
00:51:14
Beschreibung

„Consolamini (Apostel Paulus: ‚Tröstet einander mit diesen Worten!‘) ist eine Arbeit über den Tod. Meine erste kompositorische Sorge galt der ‚Zeit‘. Consolamini bewegt sich nicht allein im Klang und in der Sprache selbst, sondern wesentlich in den Zeitproportionen, in der Lücke, in die Zeichenhaftes noch hineinragt ... Wenn in Consolamini vom Tod die Rede ist, so konnte ich nicht anders, als das Beben wahrzunehmen, das aus dem letzten Jahrhundert herüberdrängt, dumpf und unausweichlich, so als könne vom Tod nicht die Rede sein, ohne vom Begriff der ‚Vernichtung‘ zu sprechen.“ (Christoph Korn)

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Zerstörung, wait, schwarz
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1313712000
CALON, Christian

(Kanadisch)

Der kanadische Komponist und Klangkünstler Christian Calon kam durch ein Stipendium des DAAD nach Berlin, wo er heute lebt. Das Thema seiner in vielen Ländern gesendeten Radioarbeiten und Klanginstallationen ist in vielfältiger Weise die Zeit. Für „The Ulysses Project“ erhielt er 1999 den „Grand Prix Marulic“.


Continental Divide
2012
00:51:23
Beschreibung

"Wie klingt ein Kontinent?" Diese Frage verfolgte der Klangkünstler Christian Calon auf einer langen Reise durch Nordamerika. Dabei orientierte er sich an der "Continental Divide", der Wasserscheide zwischen den Flüssen Richtung Pazifik, Atlantik und Arktischem Meer.

Auf den großen Landkarten erscheinen solche Strukturen nur als abstrakte Farbflächen und kryptische Zeichen. Christian Calon begreift seinen Weg durch die Gebirge und Ebenen deshalb als zeitlichen Ablauf.

Er gestaltet seine Landkarte akustisch: Die Texturen und Höhenlinien, die rhythmischen und materiellen Variationen der Landschaft fügt er zu einer musikalischen Form zwischen Soundscape und Sonifikation.

 

Organisation der Tabellen 

Jede Wasserscheide umfasst mehrere Ökosysteme/Ökozonen. Der Tonschnitt der Tabellen entspricht diesen Zonen. Namen der Tabellen und Art der Ökozone.

 

1 - Atlantische Wasserscheide 

die Zonen befinden sich in der Provinz Quebec zwischen den Großen Seen und dem Sankt Lorenz Golf

Hauptflüsse/hydrographisches Netz:

Große Seen - Sankt-Lorenz-Strom

 

1. Sankt-Lorenz-Tiefland            Atlantic Maritime - Mischwald Ebene

2. Südliche Nordküste            Borealer Schild (Wald)

3. Charlevoix            Borealer Schild Berge

4. Sankt-Lorenz-Strom-Tal            Schwemmebenen des Sankt-Lorenz

5. Nordufer            Tundra des Borealen Schildes (subarktisch) (Sankt Lorenz Golf)

______________________________________________________________

 

2- Arktis und Hudson Bay Wasserscheide

die Zonen überschneiden sich in den zentralen kanadischen Provinzen (Manitoba (MB), Saskatchewan (SK), Alberta- (AB))

Hauptflüsse/hydrographisches Netz:

            Bow River + Oldman River > South Saskatchewan River

            Saskatchewan-Gletscher > North Saskatchewan River

            Qu'Appelle River, Assiniboine River

            Seen von Manitoba

            Nelson River           

 

1. Hudson Bay (MB)            Hudson Plains und Borealer Schild

2. Prärie (MB-SK-AB)            Prärien

3. Die Rocky Mountains (AB)            Montane Cordillera

4. Arktis (Ogilvie Mountains, Yukon)            Taiga Cordillera

______________________________________________________________

 

3 - Pazifische Wasserscheide

alle diese Zonen liegen in der Provinz Britisch-Kolumbien (BC)

Hauptflüsse/hydrographisches Netz:

Fraser River

Skeena River

Thompson River

Columbia River

 

1. Prärie              Prärie (Norden von BC)

2. Cassiar            Boreal Cordillera (Wälder und Berge (innerhalb der Coast Mountains/Küstengebirge) Norden von BC)

3. Skeena            Pacific Maritime (Skeena River und Coast Mountains, (Nord BC)

4. Thompson            halbtrockene Zone - Montane Cordillera (Innere BC)

5. Pacific-Rim            litoral, Coast Mountains und Regenwald

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AMMER, Andreas

(Deutsch)

Andreas Ammer, geboren 1960 in München, arbeitet als Autor und Fernsehjournalist und lebt am Starnberger See.


FM Einheit

(Deutsch)

F.M. Einheit, geboren 1958 in Dortmund, ist Komponist und Musiker und lebt in der Nähe des Chiemsees in Oberbayern. Er hat viele musikalische Projekte geprägt, u.a. "Einstürzende Neubau-ten", "Abwärts" und "Stein", und darüber hinaus für viele Theaterinszenierungen komponiert.


Crashing Aeroplanes
2001
00:51:00
Beschreibung

Zu fliegen ist der größte Traum der Menschheit, abzustürzen die größte Katastrophe.Die Autoren Andreas Ammer und FM Einheit haben ihr Stück der knappen Minute Sinkflug gewidmet, bis der Luftstrom unter den Tragflächen abreißt und die Maschine von den Kontrollschirmen verschwindet. Übrig bleibt die Black Box, die alles aufzeichnet, was bis zuletzt im Cockpit gesprochen wird. Authentische Protokolle bilden den dokumentarischen Kern des Hörspiels.

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(Alb)Traum, schwarz, aus der Luft
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1262304000
HARTMAN, Hanna

(Schwedisch)

Hanna Hartman, geboren in Schweden, lebt und arbeitet in Berlin. Studium der Theater- und Literaturwissenschaft an den Universitäten Uppsala und Stockholm, sowie Radio und Interactive Media am DI und Elektroakustische Musik am EMS in Stockholm.

Zahlreiche Auszeichnungen, zum Beispiel Prix Europa (1998), Karl-Szcuka-Preis (2005), Prix Phonurgia Nova (2006), Swedish Music Publishers' Annual Award (2007) und Rosenbergpriset (2011).


Cratere
2003
00:26:54
Beschreibung

Vulkane: gebundene, schlafende Kraft. Jahrelanges Schweigen, tonloses Dahinschlummern. Dann plötzlich entlädt sich die geballte Energie in einem rauschenden Klangkonzert: mit den Feuermassen dringen bedrohliche Klänge aus der Erde, mischen sich unter das dumpfe Rauschen der wuchtigen Geröllmassen und hinterlassen wüste Kraterlandschaften. „Cratere“ sagen die Italiener zu den riesigen Löchern, die der Ausbruch des Ätna und anderer Vulkane hinterlassen haben. In ihrem Klangstück hat Hanna Hartman Aufnahmen vom Ausbruch des Ätna und anderer Vulkane vor allem in Italien und Costa Rica gesammelt, bearbeitet und zu einer Klangkomposition gefügt.

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schlafende Kraft, Energie
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BORDONI, Isabella

(Italienisch)

Isabella Bordoni, Lyrikerin, Schauspielerin und Komponistin, geboren 1962 in Rimini, gründete 1985 mit Roberto Paci Dalò die Theater-Gruppe „Giardini Pensili“ und wurde durch Live-Performances über Italien hinaus bekannt. „Da wo der Schatten erscheint“ entstand nach der gleichnamigen Performance, die sie in Italien inszenierte.


Da wo der Schatten erscheint (Lì dove l’ombra appare)
2005
00:44:34
Beschreibung

Die künstlerische Arbeit von Isabella Bordoni bewegt sich im Grenzbereich verschiedener Disziplinen, im Übergang vom Schreiben zum Sound, zum Bild, zum Raum. „Mich interessiert diese Technologie, die das poetische Gedächtnis des modernen Menschen aufbewahrt. Dem kann ich etwas hinzufügen, was einen Raum des ‚Nicht-Wissens‘ einschließt und die technischen Möglichkeiten der Maschine wie ein Naturwunder zu betrachten vermag. In diesem Schnittpunkt verschiedener Welten ist eine neue entstanden, ein Ort, wo alle Dinge zugleich Gefühl und Logik, Poesie und Zahl sind. Auch dieser Ort bewegt sich (...) und ich kann ihn nur finden, indem ich mich selbst bewege. Wie Augenblick und Dauer liegt er im Geheimnis des Schattens.“

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wait, treasure, parallel, (k)ein Ort, Augenblick
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ERICKSON, Stephen

(Amerikanisch)

Stephen Erickson, geboren 1948 in Sacramento, Kalifornien, Audio-Art-Künstler, Feature-Autor, Produzent von Radiostücken für viele internationale Radiostationen. Außerdem Dozent für Radiokunst und Mitarbeiter in der EBU Masterschool für den Feature-Nachwuchs. Er lebt in New York und in Berlin.


Dancing River – Crying Dragon
2006
00:49:40
Beschreibung

China – das ist eine Abenddämmerung an einem Seeufer,eine Gruppe von Rentnern beim Tai Chi, das rhythmische Bürsten von Baumwolle, schließlich chinesische Hip-Hop-Musik aus einem Autoradio und die U-Bahn-Durchsagen in Beijing. Stephen Erickson reiste durch China und sah sich einem „übervollen, komplexen chinesischen Gemälde gegenüber, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Religion und Ideologie in sich vereint.“ Sein Soundscape „Dancing River - Crying Dragon“ erfasst viele Details des heutigen China, verbindet diese Klänge mit klassischer chinesischer Musik und erzählt von über 5000 Jahren chinesischer Geschichte.

Deutschlandradio
1311033600
DUMAS, Chantal

(Kanadier)

Chantal Dumas, geboren 1959 in Quebec, Klangkünstlerin, Komponistin und Autorin von Radiostücken. Sie wurde u.a. mit dem ungarischen Klangkunstpreis EAR 1997 sowie mit dem französischen Prix Phonurgia Nova 1997 und 2001 ausgezeichnet. Prix Bohemia 2010 für "Les petits riens".


Danse – Tanz nach einem Text von Chantal Neveu
2005
00:50:20
Beschreibung

Eine Klangkünstlerin und eine Schriftstellerin widmen sich dem Tanz, um etwas von seiner vielschichtigen Aura akustisch einzufangen. Chantal Dumas hat vier Tänzer bei der Probenarbeit begleitet und zunächst eindeutig physische Aspekte des Tanzes aufgenommen: Atem, Bewegung im Raum, Gehen, Fallen, Starre, Schwerkraft. In diese Aufnahmen webt sie Stimmen ein, die über den eigenen Körper reflektieren. „Danse“, eine Komposition aus den Elementen Körper, Wort und Musik, oszilliert zwischen der Präsenz des menschlichen Körpers und seiner Abstrahierung in Linie, Bogen, Bewegung, Klang, Volumen.

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Tanz, Korpus, Geometrie, breath, Bewegung
Deutschlandradio
1313712000
AVAR, Peter

(Deutsch)

Peter Avar, Toningenieur des Rundfunk Berlin-Brandenburg. Verschiedene Klangkunstprojekte in Zusammenarbeit mit Radio Educación, Mexiko.


DISSE, Iris

(Deutsch)

Iris Disse, 1956 in Lüneburg geboren, lebt seit 1994 in Ecuador. Sie produzierte Dokumentarfilme, Theaterprojekte und Hörspiele, u.a. „Screaming Mamas“ (SFB-ORB 2000).


Das Herz der Tänzer – El corazon de los bailarines
2003
00:54:00
Beschreibung

Das Herz ist nicht nur ein Körperorgan, das Herz ist ein mythischer Ort. Viele Kulturen messen dem Herzen Bedeutungen zu, die von Gefühlen, Glauben oder Übersinnlichem sprechen. Die Azteken rissen den gefangenen Kriegern auf der Höhe der Pyramiden die Brust auf und hielten die zuckenden Herzen in die Sonne. Ein Herz für die Götter. Was die erobernden Spanier für den Gipfel der Grausamkeit hielten, war für die Opfer nichts weiter als ein religiöser Ritus. Sie starben fröhlich und gelassen: „Das ist der glückselige Tod, den uns unsere Ahnen kündeten und priesen.“ Die Grausamkeiten der Europäer waren anderer Art. Wilhelm Hauff hat sie symbolisch in seinem Märchen „Das steinerne Herz“ erfaßt: „Weder Angst noch Schrecken, weder törichtes Mitleid noch Anderer Jammer pocht an solch ein Herz.“Iris Disse (Autorin und Regie) hat sich auf die Reise in das Herz zweier Welten begeben. Sie und der Toningenieur Peter Avar (ebenfalls Regie) haben in Mexiko rituelle Feste besucht und europäischen Vorstellungen zum Thema Herz gegenüber gestellt.

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parallel, Mythos, Herz(lich), cultural
Deutschlandradio
1313712000
ERTL-SHIRLEY, Christina

(Österreich)


Christina Ertl-Shirley, geboren 1981 in Wien, ist Klangforscherin, Autorin und Kuratorin. Ihre Werke verhandeln vorwiegend die Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst.


Das Pflanzenorchester
2013
00:54:10
Beschreibung

Produzieren Pflanzen Klänge? Besitzen sie möglicherweise sogar musikalisches Potenzial? Auf der Suche nach talentierten Mitgliedern für ein Pflanzenorchester durchforstet Christina Ertl-Shirley die verschiedensten Disziplinen: von der Botanik, über die Biochemie, die Esoterik, die Floristik, die interaktive Elektronik bis hin zur Musikwissenschaft.
Wie bei den meisten Castingshows ist die eigentliche und zugleich auch schwierigste aller Fragen: Welcher Kandidat bleibt? Und wer muss leider gehen? Zum krönenden Abschluss spielen die besten Pflanzentöner gemeinsam eine Komposition.

Deutschlandradio
MATALONI, José

(Argentinisch)

José Eduardo Mataloni, geboren 1965 in Córdoba, Argentinien, Klangkünstler und Komponist von elektroakustischer Musik. Komponiert auch für Tanz, Theater, Performances und Klanginstallationen. Hat zeitweise in Deutschland gelebt, inzwischen in Spanien.


Das Schicksalsrad
2004
00:49:39
Beschreibung

Die Arcana, die Bildkarten des Tarot, inspirierten José Mataloni bereits zu einer ersten Komposition („Die Arcana“, DLR Berlin 2002). Nun greift er erneut das Motiv des vom Zufall bestimmten Kartenlegens musikalisch auf und befragt dabei die Arcana als Quelle der Weissagung. Neun weitere Bildkarten werden gelegt, neun akustische Symbole können vom Hörer frei gedeutet werden: Der Teufel, der Tod, das Schicksalsrad, der Turm, die Mäßigkeit, die Gerechtigkeit, das Gericht, die Kraft und der Aufgehängte. „Der Kartengeber ist imaginär und sät so den Samen für das subjektive Empfinden des Hörers ebenso wie das des Komponisten –so dass sich ein Dialog zwischen beiden entwickeln kann.“ (J. Mataloni)

Deutschlandradio
1311033600
BUTZMANN, Frieder

(Deutsch)

Frieder Butzmann, geboren 1954 in Konstanz, ist Komponist, Musiker, Klang- und Performancekünstler sowie Autor für Feature und Hörspiel. Lebt in Berlin. Er sammelt Töne, Musiken, Geräusche und Eindrücke, weiß aber meistens nicht, ob er daraus Musikstücke, Filmmusiken, Vorträge, Hörspiele oder ganze Opern machen soll. Er spreizt, kürzt und transponiert unermüdlich analoge und digitale Tonaufnahmen bis zur Unkenntlichkeit.


Das Spunkkrachlexikon – Vom, zum und über das Hören
2001
00:53:24
Beschreibung

Im Spunkkrachlexikon von und mit Frieder Butzmann geht es wie in jedem Lexikon um harte Fakten – nur vergnüglicher: Lediglich durch die Abfolge der Buchstaben (Z-A) geordnet, werden Informationen zum Thema Hören gegeben. Unter Stichworten wie „Zirbeldrüse“, „Yeah, Yeah, Yeah“, „Ohrensausen“, „Maulwurf“, „Geräusch“, „fühlen“, „dröhnen“ kann man bei Frieder Butzmann nachschlagen bzw. anhören, was er damit assoziiert. Wer will, erfährt Dinge über akustische Täuschungen, die ICE-Chemotoilette, den Urknall oder Erkenntnisse über musikalische Quantensprünge, Harmonien und Kakophonien. Ab Sendedatum wird das Spunkkrachlexikon ins „www“ gestellt und ist dann Buchstabe für Buchstabe auf der DLR-Internetseite im Real-Audio-Format abrufbar.

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Twist, jajaja, harte Fakten, beyond
Deutschlandradio
1313712000
NIKPRELEVIC, Natascha

( )

 


VETTER, Michael

(Deutsch)

Michael Vetter, 1943 geboren, studierte Theologie und Musik. Er ist ein Meister des Obertongesangs. Ihm geht es mit Hilfe der verschiedensten Medien (Sprache, Malerei, Fotografie, Theater, Musik) um die Realisierung dessen, was er "Transverbal" nennt: Sprache ist Bewegung ist Musik.
Nach dreizehn Jahre weitgehend als Zenmönch in Japan lebt er heute die meiste Zeit zurückgezogen malend, schreibend und gärtnernd inmitten seines Olivenhaines auf dem Monte Amiata, wo er 1991 die Accademia Capraia gründete, eine nach seinen Konzepten arbeitende "Schule der Lebenskunst".


De Profundis (Rocca)
2000
00:09:30
Beschreibung

„Soto Voce“ spielt mit dem Namen des südamerikanischen Bildhauers Soto. Soto hat in der Toscana eine riesige Klangröhren-Skulptur geschaffen, die dort im Freien auf einer kleinen Anhöhe steht. Michael Vetter und seine Kollegin Natascha Nikprelevic haben ihre Stimmen improvisatorisch mit den vom Wind erzeugten Klängen der Skulptur verbunden und so ein Stück aus Klängen der Röhrenskulptur, Stimmen und den Naturklängen der toscanischen Landschaft komponiert.

Die Oberton-Improvisation „De Profundis“ lässt die Stimmen der beiden Künstler in einer alten Zisterne erklingen, die in Rocca, ebenfalls in der Toscana, zu finden ist.

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Deutschlandradio
1313712000
NEGATIVLAND

(Amerikanisch)

Das amerikanische Künstlerkollektiv Negativland besteht seit 1980. In Verbindung mit eigenem Material verwenden sie Zitate aus der Massenkultur und kreiieren so Kunstwerke, Bücher, Aufnahmen, CD's, Film und live Performances, die die originäre Aussage der rearrangierten Materialen verändern. Diese Arbeitsweise nennen sie „Cultural Jamming“ (ein Begriff, den sie selbst prägten) oder „Cultural archeology“.


Deathsentences / No Business
2003
00:52:33
Beschreibung

Ein Livekonzert, das die Band am 15. März 2003 bei der Sonic Arts Lounge während des Maerzmusikfestivals in Berlin gab, eine Koproduktion von den Berliner Festspielen und Deutschlandradio Kultur Der Umgang und das Spiel mit vorhandenem Material, die freie Weiterverarbeitung von Tönen, Worten, Klängen und Bildern stehen im Zentrum der Auftritte und CD- Projekte der Band Negativland aus San Francisco (USA). Negativland arbeitet gefundene Fragmente von bereits publizierter Musik in ihre Kompositionen ein und wird für diese Methode von Urheberrechtsvertretern verteufelt, von Gleichgesinnten zu Helden erklärt. NEGATIVLAND „klaut“ zwar anderer Leute Musik, baut sie aber zu etwas um, was der Gruppe als ehrlichere Aussage erscheint. NEGATIVLAND vertritt die Einstellung, dass die Weigerung, im traditionellen Sinne originell zu sein, in der Welt des Warenkapitalismus die einzige Möglichkeit ist, Kunst mit Tiefgang zu machen.

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Twist, Transformation, jajaja
Deutschlandradio
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VELASCO, Daniel

(Deutsch)

Daniel Velasco, geboren 1958, Tonmeister für Neue Musik, Audio-Art-Stücke, Komposition für Film und Fernsehen. „Der Humboldt Effekt“ war seine erste Komposition.


Der Humboldt-Effekt
2001
00:42:55
Beschreibung

Der Wissenschaftler, Naturforscher und Weltreisende Alexander von Humboldt steht im Mittelpunkt dieser Komposition von Daniel Velasco. Vor 200 Jahren reiste Humboldt nach Kuba und ging dort - ganz im Sinne seiner fachübergreifenden Wissenschaft - auf die Suche nach Erkenntnissen über die Natur und den Menschen. Viele seiner Erlebnisse und Gedanken hat er aufgeschrieben. In Velascos Komposition erscheinen akustische Bilder aus Havanna, Trinidad und aus dem Nationalpark Alejandro de Humboldt: Orte, die Humboldt Anfang des 19. Jahrhunderts besucht und an denen er geforscht hatte, sind hier „hörbar“ gemacht. Die Texte aus den Reisetagebüchern Humboldts werden in vier Sprachen zitiert und bilden den musikalischen Kontrapunkt zu der reichen und vielfältigen Klanglandschaft Kubas.

Deutschlandradio
1313712000
NALEPPA, Götz

(Deutsch)

Götz Naleppa, 1943 geboren, Regisseur, Medienkünstler, Übersetzer und Autor, war bis Dezember 2008 Redakteur für Klangkunst bei Deutschlandradio Kultur. Weit über 100 Hörspielinszenierungen, Arbeiten für Theater und Oper. Eigene Klangkunstarbeit seit 1983. Zahlreiche Preise für Hörspielinszenierungen (Prix Europa, Prix Marulic,"Gold Award" des New York Festivals 2008, Prix Italia 2009 u.a.).


SCHAFFNER, Gabi

(Deutsch)

Gabi Schaffner (aka raw-audio), geboren 1965, Lebt und arbeitet zwischen Frankfurt und Berlin, Helsinki und Lobo, Texas. Tätig als Schriftstellerin, Foto- und Audiografin. Studium der deutschen und amerikanischen Literatur sowie der Ethnographie und visuellen Kommunikation.


Der Klang des Schnees – Finnish Snowwalks and Dances
2007
00:54:22
Beschreibung

Aufnahmen von Schneemusik sind selten; noch seltener werden sie einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Drei Jahre haben die Hamburger Künstlerin Gabi Schaffner und die finnische Musikanthropologin Sisukas Poronainen Material in Finnland und Lappland gesammelt. In unserer Sendung stellt Gabi Schaffner nun einige ihrer schönsten Beiträge finnischer „Lumimusikki“ vor: Feldaufnahmen aus Nordkarelien und Lappland mischen sich mit modernen Stücken aus Helsinki, Turku und Tampere. Denn eine neue Generation von Musikern hat sich der Aufgabe verschrieben, die älteren Traditionen des Rituals und der Wortmagie neu zu interpretieren. Das Wirkungsfeld der Schneemusik wächst mit dem steigenden Bedürfnis nach einer musikalischen Identität, die das poetische Universum des Schnees mit einschließt.

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the north, Tanz, fridge, Forschergeist, cultural
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1313712000
BHAGWATI, Sandeep

(Indien)

Sandeep Bhagwati, 1963 in Indien geboren, klassisch ausgebildeter Komponist und Entwickler computergestützter Bühnenprojekt. Er lebt und arbeitet in Montreal und Québec in Kanada.


Dhvanivala
2016
00:54:09
Beschreibung

1958 stolpern zwei Inder in ein Konzert der Darmstadter Ferienkurse. Einen der beiden wird die elektronische Musik fortan nicht mehr loslassen. Zurück in Indien, kauft er sich Oszillatoren und Filter, der Freund leiht ihm seinen Kassettenrecorder. Unter dem Namen Dhvanivala (Händler oder Spezialist der Klänge) bespielt er zahlreiche Bänder. Seine Stücke bestehen
aus Feldaufnahmen und elektronischen Sounds, er nennt sie Sutras (Formeln).
Als er 1967 spurlos verschwindet, bleibt nur ein Karton mit Kassetten bei seinem alten Freund zurück. Dann gehen auch diese Aufnahmen verloren. In der Intellektuellenszene Indiens gilt der Klangkunst-Pionier Dhvanivala heute als mythische Figur. Der Sohn seines Freundes, inzwischen selbst Komponist, macht sich auf die Suche nach den verlorenen Sutras.

Besetzung:Ingo Hülsmann (Erzähler), Judith Engel (Wissenschaftlerin), Meriam Abbas (Sutras), Fabian
Raabe (Sutras), Olaf Oelstrom (Ranjit Hoskote)

Deutschlandradio
GERWIN, Thomas

(Deutsch)

Thomas Gerwin, geboren 1955, ist Komponist und Klangkünstler, mit Schwerpunkt Radiokomposition und Klanginstallation. Er beschäftigt sich mit akustischer Ökologie. Mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Karl-Sczuka-Förderpreis 1999. Seit 2001 Vorsitzender der "Gesellschaft für multisensoriale Kunst" (IfmK). Seit 2004 Gründer und Leiter des Internationalen Klangkunstfestes Berlin.


Die Alchemie der 4 Elemente
2005
00:53:36
Beschreibung

Dieses Hörstück handelt von den Vier Elementen, ihrem Wesen, ihrem äußeren und inneren Klang und ihrer archaischen Kraft zur Verwandlung. Seit den Vorsokratikern haben sich Philosophen mit der Elementenlehre beschäftigt, meist vom „Einen“, vom Urstoff hergeleitet, der sich differenziert in Erde, Feuer, Wasser, Luft. Ihre spezifische Zusammensetzung macht die Form aller Wesen und Dinge aus. Besonders die Alchemie nahm diese Lehren auf. Der Komponist Thomas Gerwin versucht auf diesen Grundlagen eine „Alchemie des Klanges“: Seine musikalischen Elemente entstehen aus einer Primärmaterie, die sich differenziert, ausbreitet und verwandelt. Sein Ziel: „das Erhabene im Alltäglichen, das Praktische im Prinzipiellen und das Spielerische im Wichtigen zu erkennen.“

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Transformation, Energie, da um zu hören
Deutschlandradio
1313712000
48nord

(Deutschland)

Für die in München ansässige Formation 48nord (Ulrich Müller, Siegfried Rössert) ist die Kombination von Elektronik und akustischen Instrumenten und Komposition und Improvisation prägend, wobei der Einsatz neuer Technologien eine entscheidende Rolle spielt. Ulrich Müller und Siegfried Rössert erhielten für ihre Arbeit das Stipendium für Musik und Neue Medien sowie das Stipendium für Musik im öffentlichen Raum (beide von der Stadt München vergeben).

2013 ist Patrick Schimanski (Komposition, Schlagzeug und Stimme) als
weiteres Mitglied zu 48nord gestoßen. Mit ihm gemeinsam realisiert
48nord Konzerte und Hörspielproduktionen.


SCHIMANSKI, Patrick

(Deutschland)

Für die in München ansässige Formation 48nord (Ulrich Müller, Siegfried Rössert) ist die Kombination von Elektronik und akustischen Instrumenten und Komposition und Improvisation prägend, wobei der Einsatz neuer Technologien eine entscheidende Rolle spielt. Ulrich Müller und Siegfried Rössert erhielten für ihre Arbeit das Stipendium für Musik und Neue Medien sowie das Stipendium für Musik im öffentlichen Raum (beide von der Stadt München vergeben).

2013 ist Patrick Schimanski (Komposition, Schlagzeug und Stimme) als
weiteres Mitglied zu 48nord gestoßen. Mit ihm gemeinsam realisiert
48nord Konzerte und Hörspielproduktionen.


MÜLLER, Ulrich

(Deutsch)

Für die in München ansässige Formation 48nord (Ulrich Müller, Siegfried Rössert) ist die Kombination von Elektronik und akustischen Instrumenten und Komposition und Improvisation prägend, wobei der Einsatz neuer Technologien eine entscheidende Rolle spielt. Ulrich Müller und Siegfried Rössert erhielten für ihre Arbeit das Stipendium für Musik und Neue Medien sowie das Stipendium für Musik im öffentlichen Raum (beide von der Stadt München vergeben).


RÖSSERT, Siegfried

(Deutsch)

Für die in München ansässige Formation 48nord (Ulrich Müller, Siegfried Rössert) ist die Kombination von Elektronik und akustischen Instrumenten und Komposition und Improvisation prägend, wobei der Einsatz neuer Technologien eine entscheidende Rolle spielt. Ulrich Müller und Siegfried Rössert erhielten für ihre Arbeit das Stipendium für Musik und Neue Medien sowie das Stipendium für Musik im öffentlichen Raum (beide von der Stadt München vergeben).


Die Ankunft der schwachen Impulse
2014
00:52:00
Beschreibung

Klang braucht Raum, um sich zu entfalten. Das Künstlerkollektiv 48nord startet eine akustische Reflexion über die realen und imaginären Resonanzräume unserer Gesellschaft: Utopien, Dystopien, Heterotopien. Während im Hintergrund die ersten Ufos landen, betreten wir Michel Foucaults Theoriegebäude und flanieren durch Andrei Tarkowskis Zone. Im Zentrum die dialektische Verschränkung von Innen und Außen: Klangzustände im Neben- und Übereinander. Ausklingen. Einschwingen.

"Das ist der stillste Platz der Welt. Sie werden es noch selber sehen. Hier ist es so schön. Hier, hier ist ja niemand." (Arkadi und Boris Strugatzki).

 

Mit Zitaten aus:

„Picknick am Wegesrand“ von Arkadij und Boris Strugatzki
„Stalker“ von Andrei Tarkowski
„Andere Räume“ von Michel Foucault
„Größerer Versuch über den Schmutz“ von Christian Enzensberger

Deutschlandradio
MATALONI, José

(Argentinisch)

José Eduardo Mataloni, geboren 1965 in Córdoba, Argentinien, Klangkünstler und Komponist von elektroakustischer Musik. Komponiert auch für Tanz, Theater, Performances und Klanginstallationen. Hat zeitweise in Deutschland gelebt, inzwischen in Spanien.


Die Arkana
2002
00:52:58
Beschreibung

Die Arkana, die Bildkarten im Kartenspiel Tarot, dienen als Quelle der Inspiration und können auf spielerische Weise Anregungen in der Lebensführung geben. Der „Gaukler“ steht für Inspiration, die „Päpstin“ für das Wissen, der „Kaiser“ für die Philosophie, die „Kaiserin“ für Magie, der „Papst“ für die Idee der göttlichen Inkarnation im Menschen, der „Verliebte“ für die Versuchung, der „Wagen“ für den Triumph über die Versuchung... Jedes Arkanum gilt im Tarot als universell gültiger psychologisch-spiritueller Archetyp. Die Komposition von José Mataloni skizziert den Weg einer „Initiation in die Magie“. „Ich nehme in diesem Klangstück die Haltung der Hermetischen Philosophen ein, die für alle Gedanken und Religionen offen sind, um sie zu einem Ganzen verbinden zu können.“ (J. Mataloni)

Tags
Mythos, das Unsichtbare, beyond
Deutschlandradio
1313712000
GAMMEL, Marcus

(Deutsch)

Marcus Gammel, geboren 1975 in Bremen, studierte Musikwissenschaft, Literatur und Philosophie in Berlin, Paris und New York. Freie Arbeiten als Radiomacher, Dramaturg und Musikjournalist. Seit 2009 betreut er den Klangkunst-Sendeplatz von Deutschlandradio Kultur. Prix Phonurgia Nova 2005 für "Europas Wahn" (mit Viktoria Tkaczyk).


GRÖNING, Philip

(Deutsch)

Philip Gröning, geboren 1959 in Düsseldorf, arbeitet seit 1982 als Filmemacher. Bei all seinen Filmen zeichnet er – Einzelgänger in der deutschen Filmlandschaft - verantwortlich für Regie, Buch, Schnitt und Teile der Kameraarbeit. Seine Filme wurden vielfach ausgezeichnet.


Die große Stille
2007
00:49:34
Beschreibung

„Die große Stille“ ist ein Film über die „Grande Chartreuse“, das Mutterkloster des legendären Schweigeordens der Karthäuser. 19 Jahre nach der ersten Begegnung des Regisseurs Philip Gröning mit dem Prior des Klosters schuf er den ersten Film, der jemals über das Leben hinter den Klostermauern gedreht werden durfte. Eine strenge, fast stumme Meditation über das Klosterleben in seiner reinsten Form. Keine Musik, keine Interviews, keine Kommentare, kein zusätzliches Material. Nur der Lauf der Zeit, der Wechsel der Jahreszeiten und das immer wiederkehrende Element des Tages: das Gebet. In dieser wortlosen Stille wird jedes Geräusch wesentlich. Deshalb hat der Regisseur im Auftrag von Deutschlandradio eine Radiofassung der Soundtracks hergestellt: Stille hören.

Tags
stumm, Religion, Klosterleben
Deutschlandradio
1313712000
BLAKE, William

( )

 


GREHN, Kai

(Deutsch)

Kai Grehn, geboren 1969 in Grevesmühlen, studierte Theaterregie und Kulturwissenschaften in Berlin, gründete das Theater »fleur du mal«, schrieb Theater- und Hörstücke; Performance-Projekte mit der Rockgruppe SANDOW.


Die Hochzeit von Himmel und Hölle
1998
00:52:10
Beschreibung

„Wenn die Pforten der Wahrnehmung erst gereinigt wären, den Menschen würde alles erscheinen wie es ist - unendlich“. Der englische Dichter William Blake versuchte in seinen prophetischen Texten, die existentiellen Gegensätze Gut und Böse als lebensnotwendige Antagonismen zu beschreiben. Das 20. Jahrhundert nähert sich den Blakeschen Schriften auf musikalische Art, wie Allen Ginsberg beschwört: „Jetzt hoffe ich, daß die musikalische Artikulation von Blakes Lyrik vom elektronisch illuminierten demokratischen Ort der Rockpopmusikmassenmedien erhört und einen ewigen Lyrikstandard setzten wird“ GREHN, Kai (Autor und Regie) nach einem Text von William Blake, Sandow (Musik)

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treasure, never ending, gut-böse
Deutschlandradio
1313712000
HARTMAN, Hanna

(Schwedisch)

Hanna Hartman, geboren in Schweden, lebt und arbeitet in Berlin. Studium der Theater- und Literaturwissenschaft an den Universitäten Uppsala und Stockholm, sowie Radio und Interactive Media am DI und Elektroakustische Musik am EMS in Stockholm.

Zahlreiche Auszeichnungen, zum Beispiel Prix Europa (1998), Karl-Szcuka-Preis (2005), Prix Phonurgia Nova (2006), Swedish Music Publishers' Annual Award (2007) und Rosenbergpriset (2011).


Die Mysterien finden im Hauptbahnhof statt
2000
00:45:16
Beschreibung

Die Autorin ist mit dem Zug von Berlin aus nach Rumänien gefahren. Eine Woche war sie unterwegs. Auf ihrer Route passierte sie die Bahnhöfe Prag und Budapest, Bukarest war die letzte Station. Hanna Hartman hat mit dem Mikrophon diese drei Bahnhöfe belauscht. Es gibt Ähnliches, doch hat jeder Bahnhof auch seinen eigenen Klang. Im Feature treffen sich über Grenzen und Kilometer hinweg diese drei Bahnhöfe akustisch in einem Raum, den die Autorin für sie komponiert hat. Das Feature ist eine Geräusch-Collage für Reisende und Wartende.

Tags
wait, train, Reise, (k)ein Ort
Deutschlandradio
1311033600
KÖNER, Thomas

(Deutsch)

Thomas Köner, geboren 1965, ist Medien- und Klangkünstler, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. „New Media Prize 2000“ (Montreal), „NORMAN Preis 2004“ (Stuttgart), Deutscher Klangkunstpreis 2004 (WDR), „Goldene Nica“ bei der Ars Electronica 2004, Transmediale.05 Award, International Media Art Festival, Berlin 2005 und war Artist in Residence der Villa Aurora, Los Angeles 2006.


Die Stille Wüste - Meister Eckhart
2014
00:51:31
Beschreibung

Meister Eckhart gilt als wichtigster Vertreter der deutschen Mystik. Er sprach von der Verneinung der Verneinung, lehrte ein Hören ohne Ohren, ein Sehen ohne Augen, ein Sprechen ohne Laut. Seine Räume waren unendlich groß und mikroskopisch klein, seine Orte still.

Das Hörstück "Die stille Wüste - Meister Eckhart" gleicht einem Rezitativ: Ein Kind im Lesealter versucht die Eckhartschen Zeilen zu entziffern. Gleichzeitig interpretiert der Klangkünstler Thomas Köner den stellenweise obskuren Text als Kompositionsstrategie: Wie unterscheiden sich Klangfarben in einem Panorama, in dem alles Schatten ist und Nacht? Welche Tempi hat ein Fluss ohne Fließen?

Deutschlandradio
BOHLEN, Hermann

(Deutsch)

Hermann Bohlen, geboren 1963 in Celle, lebt in Berlin. Autor und Produzent von Hörspielen.


BUTZMANN, Frieder

(Deutsch)

Frieder Butzmann, geboren 1954 in Konstanz, ist Komponist, Musiker, Klang- und Performancekünstler sowie Autor für Feature und Hörspiel. Lebt in Berlin. Er sammelt Töne, Musiken, Geräusche und Eindrücke, weiß aber meistens nicht, ob er daraus Musikstücke, Filmmusiken, Vorträge, Hörspiele oder ganze Opern machen soll. Er spreizt, kürzt und transponiert unermüdlich analoge und digitale Tonaufnahmen bis zur Unkenntlichkeit.


Die Wauwautheorie
1995
00:52:28
Beschreibung

Bernhard und Ferdinand, zwei Hundekenner, haben festgestellt, dass ein Hund auf chinesisch nicht "wauwau", sondern "wangwang" macht. Andächtig lauschen Bernhard und Ferdinand den Kötern, aber auch Jochen, einem Postboten, der die unglaubliche Eintönigkeit seines Lebens mit 15 verschiedenen Arten zu bellen kompensiert.Auf der Suche nach grundsätzlicher Klärung des Problems zeigen beide Hundekenner echten Forschergeist. Sie stürmen die wissenschaftlichen Institute und fordern exakte Auskünfte. Gezogen werden alle Register im Bereich hohen und tiefen Gebells. Die Dialoge sind durchflochten mit Zeichen und Tönen der Hundesprache. Es entstehen aberwitzige musikalische Strukturen